21. Oktober 2009
Wie der Hodenkrebs behandelt wird, hängt davon ab, wann er diagnostiziert wird. Vorbeugen kann man der Erkrankung nur bedingt.
In der Regel wird der Hodenkrebs operativ entfernt. Da die Operation eine Unfruchtbarkeit zur Folge haben kann, raten die behandelnden Ärzte ihren jungen Patienten, sich Samen für eine spätere künstliche Befruchtung einfrieren zu lassen. So kann der Kinderwunsch auch dann erfüllt werden, wenn tatsächlich eine Sterilität eintritt. Während der Operation wird der komplette Hoden entfernt. Folge für den Patienten ist, dass dieser Hoden keine Spermien mehr produzieren kann. Ist der andere Hoden jedoch gesund, hat dies keine Unfruchtbarkeit zur Folge. Auch auf die Sexualität nimmt die Entfernung eines Hodens keinen Einfluss. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass auch der andere Hoden nur noch unzureichend Spermien produziert. Im Rahmen der Operation wird auch eine Gewebeprobe aus dem scheinbar gesunden Hoden entnommen und im Labor auf Krebszellen untersucht. So kann ausgeschlossen werden, dass es sich um einen beidseitigen Tumor handelt. In speziellen Kliniken und bei kleinen Tumoren kann auch Hoden erhaltend operiert werden, das heißt nur der Tumor wird entfernt und der Rest des Hodens wird erhalten.
Aus kosmetischen Gründen kann dem Patienten nach erfolgreicher Operation eine Hodenprothese eingesetzt werden. So ist die Krebserkrankung mit anschließender Operation für andere nicht zu erkennen.
Oftmals wird im Anschluss an die Operation eine Strahlen- oder Chemotherapie durchgeführt. Wurde der Krebs rechtzeitig erkannt und behandelt, genügt oftmals auch die Operation alleine.
Nach erfolgreicher Behandlung im Akutkrankenhaus erfolgt in der Regel eine mehrwöchige Krebsnachsorge im Rahmen einer stationären Behandlung in einer Fachklinik. Diese so genannte Rehabilitationsbehandlung wird von den Krankenkassen oder Rentenversicherungsträgern erstattet und dient der Genesung des Patienten. Hier lernt der Patient auch, mit seiner Erkrankung umzugehen.
Nach Abschluss der Behandlung erfolgt in regelmäßigen Abständen eine Tumornachsorge. Hier untersucht der Urologe, ob sich Krebs auch am anderen Hoden gebildet hat oder ob Metastasen zu sehen sind.
Da die genauen Ursachen für die Entstehung des Hodenkrebses noch nicht bekannt sind, kann diese Krebsart auch nicht verhindert werden.
Wichtig ist es in jedem Fall für alle Männer, regelmäßig die Hoden abzutasten und bei kleinsten Veränderungen sofort einen Urologen aufzusuchen. Dies gilt besonders für Männer, die als Babys einen Hodenhochstand hatten.
Eltern mit einem an Hodenhochstand leidenden Säugling sollten diesen unbedingt frühzeitig operieren lassen, um das Risiko eines Hodenkrebses zu minimieren.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
18.01.12 | |
![]() | HODENKREBS |
06.01.12 | |
![]() | HODENKREBS |
28.12.11 | |
![]() | HODENKREBS |
21.12.11 | |
![]() | HODENKREBS |
06.12.11 | |
![]() | HODENKREBS |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Hodenkrebs Forum

Neuer Beitrag: Heute 10:59 von Periode seit 3Tagen überfällig

Zu der Erkrankung Hodenkrebs von Herbert Dalhoff das Buch So krank wie die Erde. Krebsleiden und Naturerfahrung....
