In der Medizin nennt man es das Broken-Heart-Syndrom oder Stress-Kardiomyopathie. Dieses wird bei Menschen diagnostiziert, für die nach einem schweren emotionalen Trauma alles anders ist. Die Betroffenen haben oft einen lieben Menschen verloren, Streit mit Freunden oder Verwandten und stehen nun Tag und Nacht unter Dauerstress.
Es ist nicht nur die Psyche, die dabei leidet, sondern tatsächlich auch der Körper. Das „gebrochene Herz“ führt dazu, dass ständig Stresshormone wie Adrenalin ausgeschüttet werden. Das verengt mit der Zeit die Gefäße des Herzens und das kann unter Umständen lebensgefährlich werden. Der Herzmuskel muss härter arbeiten und kann dennoch nur mit weniger Kraft das Blut durch die zu engen Gefäße bringen.
Ärzte haben herausgefunden, dass sich durch die seelische Überbelastung echte Rhythmusstörungen etablieren können. Diese zeigen die gleichen Muster, wie sie bei Menschen nach einem Herzinfarkt auftreten. Betroffene werden bei geringer Anstrengung kurzatmig und erleben ein drückendes Gefühl in der Brust.
Meist zeigen erst Untersuchungen mit dem Herzkatheter, was wirklich nicht in Ordnung ist. Das Broken-Heart-Syndrom führt nicht zu den klassischen Narben wie der Herzinfarkt, sondern zu einer langsamen Verformung der linken Herzkammer. Selten kann das zum Tode führen. Die Gefahr wird allerdings mit 3,2 Prozent als weitgehend gering eingeschätzt.
Frauen sind von diesem seelischen Leiden mit konkreten körperlichen Auswirkungen deutlich häufiger betroffen als die Männer. Außerdem bilden die 50- bis 80-Jährigen die größte Risikogruppe. Dies führen die Mediziner auf die Wechseljahre der Frau zurück. Dabei verändert sich der Hormonhaushalt noch einmal drastisch und macht sie wahrscheinlich anfälliger.
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16.05.13 | |
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11.02.13 | |
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