Stürze sind bei älteren Menschen nicht selten. Durch die im Laufe des Lebens abnehmende Knochendichte kommt es dabei oft zu Brüchen von Armen, Beinen, Hüfte oder Rippen. Der Auslöser für den Sturz bleibt jedoch in vielen Fällen unerkannt.
Ärzte und Unfallchirurgen nehmen den Sturz oft als gegebene Tatsache, die es nicht weiter zu hinterfragen gilt. Schließlich kommt es vor, dass Senioren etwas wacklig auf den Beinen sind, ausrutschen oder eine Treppenstufe übersehen. Allerdings mehren sich die Hinweise, dass auch ein verstecktes Gesundheitsproblem hinter vielen Stürzen stecken könnte: Herzrhythmusstörungen.
Besonders häufig bei älteren Menschen ist das Vorhofflimmern. Etwa zehn Prozent der über 70-Jährigen leiden unter dieser Form der Herzrhythmusstörung. Bei einem plötzlichen Vorhofflimmern kommt es je nach Form zu Herzrasen, Schwindel oder Kreislaufschwäche. Geschieht dies im Stehen oder Gehen, ist ein Sturz oft nicht zu vermeiden.
Unter diesem Gesichtspunkt wäre es sinnvoll, bei gestürzten Senioren routinemäßig einen Herzcheck zu machen, um eventuelle Vorerkrankungen auszuschließen. Dies ist jedoch nicht vorgeschrieben und geht im Klinikalltag oft unter. Manchmal fällt die Herzrhythmusstörung erst dann auf, wenn der Patient zum wiederholten Mal nach einem Sturz ins Krankenhaus eingeliefert wird.
Nun bemüht sich ein großer deutscher Seniorenverband in Kooperation mit Ärzten und Experten um eine Studie, in der das Vorkommen von Herzrhythmusstörungen bei Sturzpatienten grundsätzlich untersucht wird. Die Ergebnisse könnten dabei helfen, in Zukunft mehr Fälle von Vorhofflimmern und anderen Vorerkrankungen bei der Untersuchung aufzudecken.
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16.05.13 | |
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29.04.13 | |
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11.02.13 | |
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