8. März 2011
Herzinfarkt ist eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. In Europa sterben jährlich etwa 750.000 Menschen an einem Herzinfarkt.
Jetzt wurden 13 neue Risikogene für koronare Herzkrankheiten entdeckt - ein Zusammenschluss von internationalen Wissenschaftlern hat durch Forschungen diese 13 neuen Risikogene entdeckt. Die Studie war unter der Leitung der Universität Lübeck durchgeführt worden. Sie zeigt, dass auch genetische Faktoren bei der Herzinfarkt-Entstehung relevant sein können. In dieser Studie wurden zwei Millionen Marker im genetischen Erbgut von 87.000 Testteilnehmern aus der ganzen Welt untersucht. Bislang galten nur Diabetes, hohes Cholesterin und Bluthochdruck als wichtige Risikofaktoren für die Entwicklung von Herzkrankheiten.
In der Studie wurden 23 Genvarianten erfolgreich nachgewiesen, welche sich auf das Herzinfarktrisiko auswirken können. Der Leiter der Studie, Professor Heribert Schunkert, sagt, dass viele Menschen diese riskanten Gene in sich tragen würden. Bei vielen dieser Menschen würden aber auch Faktoren eine Rolle spielen, die man noch erforschen müsse, meint der Experte. Der Experte hält aber eine Prävention zur Verhinderung eines Herzinfarktes für notwendiger.
Die Wissenschaftler arbeiten mit der Firma Euroimmun zusammen und versuchen in einem Test das Risiko für einen Herzinfarkt bei Menschen zu ermitteln. Erste Ergebnisse werden in etwa zwei oder drei Jahren erhältlich sein.
Das Resultat dieser groß angelegten Studie kann im "Nature Genetics", einem Wissenschaftsjournal, nachgelesen werden.
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