1. Juli 2010
Etwa 200.000 Menschen ereilt er in der Bundesrepublik Deutschland jährlich: der plötzliche Herztod. Forscher beschäftigen sich seit langem mit dem Problem und haben in einer aktuellen Studie einige Präventionsmaßnahmen herausgestellt.
Die größte Risikogruppe bilden jene Menschen, die an einem verdickten Herzmuskel erkrankt sind. Auf diese Erkenntnis kamen die Forscher bei der Autopsie von am plötzlichen Herztod Verstorbenen. All diese Menschen hatten kleine Narben im linken Herzmuskel. Was heißt das? Forscher legen diesen Narben kleine Infarkte in dem verdickten Muskel als Auslöser zugrunde.
Diese Erkenntnis ist entscheidend für Präventionsmaßnahmen. Wenn die Narben tatsächlich ein Warnsignal sind, kann Menschen zu Lebzeiten geholfen werden, denn das vernarbte Gewebe kann in einem MRT sichtbar gemacht werden. Menschen, die ein erhöhtes Risiko haben, am plötzlichen Herztod zu sterben, wissen um die Gefahr dann frühzeitig bescheid und können mit dem Arzt die Reißleine ziehen. Manchen Patienten wird vorbeugend ein Defibrillator implantiert, damit sie beim Eintritt des Herzstillstandes direkt wiederbelebt werden.
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