22. Januar 2009
Bei allen Formen des Herpes ist die Therapie ähnlich. Wer den Auslöser der Infektion kennt, kann künftig den Ausbruch der nächsten Bläschen zumindest hinauszögern.
Um die Symptome der Herpes-Infektion abzuschwächen, ist es hilfreich, eine spezielle Herpessalbe für die Bläschen im Gesicht zu verwenden. Die Salben enthalten meist den Wirkstoff Aciclovir und können bereits bei den ersten Anzeichen, wie zum Beispiel dem Juckreiz oder dem Kribbelgefühl, aufgetragen werden. In der Regel sind die Salben nicht rezeptpflichtig und können in jeder Apotheke gekauft werden. Die Symptome der Infektion werden durch die Salbe jedoch lediglich gelindert, eine Heilung ist nicht möglich. Liegt eine sehr ausgeprägte Infektion vor, kann der Arzt auch eine Infusion legen, bei der das Medikament in die Vene des Betroffenen gelangt. Alternativ gibt es auch rezeptpflichtige Medikamente, die einen Virus hemmenden Wirkstoff enthalten. Treten die Bläschen im Geschlechtsbereich auf, gibt es ebenfalls Salben mit dem Wirkstoff Aciclovir. Die Salbe wird dann am Penisschaft, an den Schamlippen oder der Scheide aufgetragen. Genauso wie beim Herpes im Gesicht gilt auch hier: Je früher die Salbe aufgetragen wird, desto schneller ist die aktuelle Infektion überstanden. Liegt ein schwerer Verlauf des Herpes genitalis (Herpes im Genitalbereich) vor, können auch Tabletten mit dem Wirkstoff Aciclovir eingenommen werden. Meist sind die Tabletten beim Genitalherpes wirkungsvoller als die Salbe.
Einige Betroffene schwören beim Lippenherpes auch auf Hausmittel wie zum Beispiel Zahnpasta auf die Bläschen oder sie mit Teebaumöl bepinseln.
Herpes im Genitalbereich kann für Schwangere auch schwerwiegende Folgen haben: Das Virus kann während der Schwangerschaft zu einer Fehlgeburt führen. Besteht eine Infektion während der Entbindung, kann dies schwere Schäden beim Neugeborenen, wie Gehirnentzündungen, hervorrufen. In diesen Fällen wird meist ein Kaiserschnitt der natürlichen Entbindung vorgezogen, um eine Ansteckung des Kindes zu vermeiden.
Um einen erneuten Ausbruch zu verhindern oder zumindest hinauszuzögern, hat es sich bewährt, sich gesund und vitaminreich zu ernähren und so das Immunsystem zu stärken. Auch Sport trägt zu einem stabilen Immunsystem bei. Man sollte sich und seinen Körper beobachten und genau protokollieren, wann und in welcher Situation der Herpes ausgebrochen ist. Diese Situationen sollte man künftig soweit möglich meiden. Bemerkt man beispielsweise einen Zusammenhang zwischen einem ausgedehnten Sonnenbad und dem Ausbruch der Herpesbläschen wenige Tage später, sollte man auf intensive Sonneneinstrahlung verzichten. Wenn Stress der Auslöser für die unangenehmen Bläschen ist, sollte man diesen soweit möglich vermeiden und Ruhephasen in seinen Alltag einbauen. Betroffene, die gerade eine akute Herpes-Infektion haben, sollten sich regelmäßig und gründlich die Hände waschen, um eine weitere Ausbreitung der Infektion oder eine Ansteckung anderer Menschen zu verhindern. Grundsätzlich sollten Betroffene immer eine Salbe zu Hause haben, um sie sofort bei den ersten Anzeichen auftragen zu können.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
13.02.12 | |
![]() | HERPES |
12.02.12 | |
![]() | HERPES |
10.02.12 | |
![]() | HERPES |
![]() | HERPES |
08.02.12 | |
![]() | HERPES |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Herpes Forum


The questions of how the pathogenic human herpesviruses cause diseases, and what should be done to prevent infec...
