Die Hepatitis C verläuft häufig chronisch. Die Diagnose stellt in der Regel der Hausarzt.
Man unterscheidet die akute von der chronischen Hepatitis C. Bei mehr als der Hälfte aller Hepatitis C-Patienten entwickelt sich aus der akuten Erkrankung eine chronische.
Zu Beginn der Erkrankung fühlen sich viele Patienten müde und ausgelaugt, ihnen ist übel und sie zeigen die Symptome eines grippalen Infektes wie erhöhte Temperatur und Schmerzen im Bereich der Gelenke und Muskeln. Die Patienten haben kaum Appetit und eine ungewöhnliche Abneigung gegen bestimmte Lebensmittel, die vor der Erkrankung noch nicht bestand. Durch den Appetitmangel nehmen die Patienten oft stark an Gewicht ab. Auf Druck verspüren die Betroffenen Schmerzen im rechten Oberbauch.
Häufig verspüren die Patienten jedoch zu Beginn der Hepatitis C auch noch gar keine Symptome.
Jeder fünfte Patient bemerkt nach dieser Phase die Symptome einer Gelbsucht. Wie der Name bereits sagt, verfärbt sich dann die gesamte Haut einschließlich des weißen Bereiches der Augen gelblich. Auch die Ausscheidungen verfärben sich: Der Stuhl wird sehr hell, der Urin hingegen dunkel. Auch in dieser Phase können Gelenkbeschwerden auftreten.
Die gesamte akute Hepatitis C kann bei erfolgreicher Behandlung zwischen vierzehn Tagen und zwei Monaten andauern.
Bis zu acht von zehn Patienten entwickeln jedoch aus der akuten Hepatitis C eine chronische Hepatitis C. Über viele Jahre hinweg fühlen sich die Patienten müde, haben immer wieder Bauchschmerzen und können nicht mehr die Leistung bringen, die sie noch vor einiger Zeit erbracht haben. Auch ein Juckreiz auf der Haut kann auftreten. Einige Patienten verspüren auch bei der chronischen Hepatitis C noch Gelenkbeschwerden.
Im weiteren Verlauf der Erkrankung bildet sich oft eine Leberzirrhose, die wiederum zu Krebs an der Leber führen kann.
Der Hausarzt befragt den Patienten nach seinen Beschwerden und führt eine körperliche Untersuchung durch. Dabei tastet er auch den Bauch ab. Oftmals kann im rechten Oberbauch die vergrößerte Leber ertastet werden.
Auch eine Ultraschalluntersuchung wird durchgeführt, um die Leber genauer beurteilen zu können.
Dann werden Urin, Stuhl und Blut untersucht. Bei der Urinuntersuchung fällt auf, dass dieser sehr dunkel gefärbt ist, der Stuhlgang hingegen ist ungewöhnlich hell. Neben den allgemeinen Blutwerten werden bei Verdacht auf eine Hepatitis C auch die Leberwerte sowie spezielle Antikörper gegen die Krankheit untersucht. Die Leberwerte sind bei einer Hepatitis C erhöht. Werden Antikörper gegen Hepatitis C gefunden, erfolgen weitere spezifische Bluttests, um den Grad der Erkrankung feststellen zu können.
Häufig wird zum Abschluss der Diagnostik auch eine Gewebeprobe der Leber entnommen, um genau beurteilen zu können, inwieweit dieses Organ von der Krankheit bereits geschädigt wurde.
In einigen Fällen stellt die Hepatitis C auch einen Zufallsbefund im Rahmen einer Routineuntersuchung dar. Die Patienten, die keine oder nur unspezifische Symptome der Krankheit bemerken, gehen oftmals wegen einer anderen Krankheit oder einem Routine-Check-up zum Arzt. Dabei fallen dann die erhöhten Leberwerte auf und der Arzt führt daraufhin die weiteren Untersuchungen durch.
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