12. Mai 2010
Die Therapie der Hautentzündung richtet sich auch nach deren Ursache. Nicht immer kann man einer Hautentzündung vorbeugen.
In vielen Fällen kann eine Behandlung mit Salben oder Verbänden helfen, die Krankheit zu heilen. Durch diese lokal angewendeten Präparate muss der Patient dann keine Medikamente einnehmen. Die Präparate wirken direkt an der Entzündungsstelle.
Hat der Allergietest eine allergische Reaktion hervorgerufen, so muss dieser Stoff – soweit möglich - vom Patienten gemieden werden, um auch langfristig die Hautentzündung zu heilen. Der Arzt kann zwar die Symptome lindern, kommt jedoch der Patient erneut mit dem Allergen in Kontakt, so ruft dies wieder eine Hautentzündung hervor. Einige Allergien können mit der so genannten Hyposensibilisierungsbehandlung therapiert werden. Es handelt sich hierbei um eine langfristige Behandlung, die erst nach einigen Jahren Erfolge zeigt. Bis zum Abschluss der Therapie vergehen meist etwa drei Jahre. Während dieser Zeit muss der Patient regelmäßig zum Arzt. Er erhält dort eine Spritze in den Arm, die seinen Allergie auslösenden Stoff in einer minimalen Dosis enthält. Wenn der Patient diese Dosis gut verträgt, wird sie bei der nächsten Behandlung geringfügig gesteigert. Nach Abschluss der Behandlung konnte sich der Körper langsam an den Stoff gewöhnen und reagiert darauf nun nicht mehr allergisch, wenn die Behandlung erfolgreich war.
Kann die Hyposensibilisierungsbehandlung nicht durchgeführt werden, so muss der Patient seinen Allergie auslösenden Stoff versuchen zu meiden.
In einigen Fällen muss der Patient – teilweise zusätzlich zur äußerlichen Anwendung - auch Medikamente einnehmen. Dies können sowohl Kortisonpräparate als auch Medikamente gegen allergische Symptome (so genannte Antihistaminika) sein.
Konnte der Arzt im Abstrich Bakterien diagnostizieren, so muss der Patient ein Antibiotikum einnehmen, um diese zu bekämpfen und die Hautentzündung letztlich zu heilen.
Einige Patienten werden auch mit der Lichttherapie behandelt, bei der sich die entzündete Haut wieder langsam erholen kann.
In einigen Fällen ist es auch notwendig, die Lebenseinstellung und/oder die Ernährung umzustellen. Da auch Stress eine Hautentzündung begünstigen kann, kann es dem Patienten helfen, entsprechende Entspannungsübungen zu erlernen.
Einigen Formen der Hautentzündung wie z.B. der Neurodermitis können Eltern entgegenwirken, in dem das Baby so lange wie möglich gestillt wird. Hebammen empfehlen, das Baby ein halbes Jahr voll zu stillen und dann monatsweise langsam die Beikost (Gemüse, Obst, Fleisch) einzuführen. Frauen, die nicht stillen wollen oder können, sollten die so genannte HA-Fertigmilch verwenden.
Patienten, die allergisch auf Pflege- oder Reinigungsprodukte reagieren, sollten diese komplett meiden und/oder zum Putzen und Spülen Handschuhe verwenden. Bei Pflegeprodukten sollte man besonders darauf achten, dass sie frei von Parfümen und Konservierungsmitteln sind.
Menschen, die nach einem ausgedehnten Sonnenbad unter einer Hautentzündung leiden, sollten entsprechende Sonnenschutzmittel mit UVA- und UVB-Schutz verwenden. Sicheren Schutz vor der so genannten Sonnenallergie gibt es jedoch nur, wenn man sich ausschließlich im Schatten aufhält.
Babys, die im Windelbereich wund sind, sollten häufig gewickelt werden, damit der Urin nur kurze Zeit mit der gereizten Haut in Kontakt kommt.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
07.05.12 | |
![]() | HAUTENTZüNDUNG |
02.05.12 | |
![]() | HAUTENTZüNDUNG |
09.04.12 | |
![]() | HAUTENTZüNDUNG |
20.03.12 | |
![]() | HAUTENTZüNDUNG |
19.03.12 | |
![]() | HAUTENTZüNDUNG |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Hautentzündung Forum

