31. August 2009
Von Viola Reinhardt
Husten, Niesen, tränende Augen oder starker Juckreiz sind in den meisten Fällen die Symptome, wenn ein Mensch unter einer Allergie leidet. Auch Hautausschläge erschweren das Leben und bringen die Betroffenen dazu, möglichst jeglichen Auslöser weit von sich fernzuhalten. Tiere sind hier in der Regel diejenigen, die zwar gerne gewollt werden, aber aufgrund der vorhandenen Allergie nicht in die Wohnung kommen bzw. bei einem Auftreten der Allergie abgegeben werden.
Als eines der Tiere, die am häufigsten als Ursache einer Tierhaarallergie gelten, sind die Katzen. Niesanfälle und brennende, tränende Augen werden schon beim geringsten Kontakt ausgelöst und somit genau dieser Kontakt vermieden. Doch selbst Tierärzte bestätigen, dass ein Vermeiden und Weggeben des geliebten Haustieres nicht zwingend notwendig ist. Eine Tatsache, die besonders dann zutrifft, wenn man nur unter einer leichten Reaktion leidet. Hier heißt es dann erst einmal in der Einrichtung der Wohnung und auch im Alltag einige Veränderungen durchzuführen, die dabei helfen können, die Allergie trotz Tier in Schach zu halten.
Ein Erhöhen der Hygiene stellt hierbei die erste Maßnahme dar, denn interessanterweise werden die allergischen Reaktionen weniger von den Tierhaaren ausgelöst, sondern vielmehr durch den Speichel, den Kot oder auch Hautschuppen. Gerade bei Katzen binden sich die Eiweiß-Moleküle mit dem Hausstaub und verbleiben mitunter Monate in der Wohnung, selbst wenn man regelmäßig nass wischt. Bei anderen Tieren dagegen hilft das Wischen sehr gut und generell auf Teppiche zu verzichten und dagegen Laminat zu verlegen, wirkt schon fast wie ein kleines Wunder in Sachen Allergiereduzierung.
Generell lohnt es sich auf jeden Fall, dass man sich beim Arzt einem Allergietest unterzieht und damit feststellen lassen kann auf welches Tier man reagiert. Die Reaktionen selbst sind zudem sehr individuell und je nach Ausprägung der Allergie, kann es dann allerdings doch Sinn machen sich von seinem Tier zu trennen, denn es kann durchaus zu einem so genannten "Etagensprung" kommen. Dieser bedeutet, dass dann in der Folge die Lungen betroffen ist und einen deutlichen Rückgang des Gesundheitszustandes hervorruft.
Hinsichtlich der Tiere, die ein hohes Allergierisiko beinhalten, sind es zumeist Katzen, Pferde, Kühe, Ratten, Meerschweinchen oder auch Goldhamster und Mäuse. Geringere allergische Reaktionen finden sich dagegen bei Hunden und Kanarienvögel. Auch Fische, Reptilien und Amphibien lösen in der Regel keine Allergie aus und eignen sich deshalb besonders gut für Menschen mit einer Allergie und deren Wunsch nach einem Haustier.
Gut ist es allerdings vor der Anschaffung eines Tieres die persönlichen körperlichen Reaktionen im Bekanntenkreis einmal auszuprobieren. Somit erspart man nicht nur sich und seinen Familienmitgliedern den Abschied von einem neuen Tier, sondern auch dem Tier den Stress neuer Besitzer.
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