7. Juni 2004
Geheimratsecken sind meist das erste Anzeichen dieser erblich bedingten Erkrankung, von der fast ausschließlich Männer betroffen sind. Doch was tun wenn sich das Haar immer weiter lichtet? paradisi.de sagt Ihnen, wie erblich hormonell erblicher Haarausfall zustande kommt und was man dagegen tun kann.

Der hormonell erbliche Haarausfall, auch androgenetische Alopezie genannt, ist die häufigste Form des Haarausfalls und kommt bei 95 Prozent der Betroffenen vor. Zum frühzeitigen Haarverlust führt eine vererbte Empfindlichkeit der Haarwurzeln (Haarfollikel) gegen Testosteron und nicht, wie oft angenommen, das im Übermaß produzierte männliche Geschlechtshormon Testosteron. Von der erblichen Form des Haarausfalls sind fast ausschließlich Männer betroffen. Zunächst entwickeln sich an der Stirn Geheimratsecken, später lichtet sich das Haar am Hinterkopf. Wenn Frauen betroffen sind dünnt sich ihr Haar entlang des Scheitels extrem aus.
Haare, die einmal ausgefallen sind, wachsen nicht wieder nach. Nur mit einer Haartransplantation ist es möglich hier Abhilfe zu schaffen. Mit Medikamenten kann man den Ist-Zustand erhalten und eine Verdickung der dünner gewordener Haare erreichen. Daher sollte so früh wie möglich mit einer regelmäßigen medikamentösen Behandlung begonnen werden. Werden die Medikamente abgesetzt, dann schreitet auch der Haarausfall weiter voran. Damit der menschliche Körper wenig belastet wird, sollte man mit Haartinkturen anfangen, die direkt auf die Kopfhaut aufgetragen werden. Nach knapp drei bis sechs Monaten zeichnen sich normalerweise die ersten Ergebnisse ab. Führen die Tinkturen nicht zu dem erwünschten Erfolg, können auch Tabletten eingesetzt werden.
a) Als rezeptfreie Haartinktur ist 17-Alpha-Estradiol erhältlich. Durch das enthaltene Östrogen wird eine Umwandlung des Testosterons in seine aktive Form (Dihydrotestosteron oder DHT) verhindert. Die Tinktur sollte pro Tag einmal angewendet werden. Studien des Herstellers haben bei knapp 80 Prozent der Testpersonen einen Erfolg nachgewiesen.
b) Minoxidil ist ebenfalls eine Haartinktur, die jedoch zweimal pro Tag angewendet werden soll. Die genau Wirkungsweise der Tinktur ist bisher noch nicht bekannt. Es wird vermutet, dass die Durchblutung und damit auch das Haarwachstum angeregt wird. Nach Angaben des Herstellers soll Minoxidil in zwei Drittel der Fälle den Haarausfall schon nach acht Wochen stoppen.
Bei dem als Tablette erhältlichen Mittel Finasterid wird wie bei der Haartinktur 17-Alpha-Estradiol die Umwandlung des Testosterons verhindert. Studien, die der Hersteller durchgeführt hat, ergaben, dass bei sechs von sieben behandelten Männern der Haarausfall gestoppt wurde.
a) Frauen in der Geschlechtsreife, die gleichzeitig mit der Pille verhüten, können Kombinationspräparaten aus Östrogenen mit speziellen Gestagenen einnehmen. Gestagene wirken dem Testosteron entgegen. Sehr gute Erfolge ergaben die Kombinationen von Chlormadinon mit Ethinylestradiol oder Mestranol und auch Dienogest mit Ethinylestradiol.
b) Frauen nach den Wechseljahren sollten die Einzelpräparate Chlormadinon, Dienogest oder Cyproteron anwenden.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
10.02.12 | |
![]() | HAARAUSFALL |
![]() | HAARAUSFALL |
08.02.12 | |
![]() | HAARAUSFALL |
27.01.12 | |
![]() | HAARAUSFALL |
24.01.12 | |
![]() | HAARAUSFALL |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Haarausfall Forum


Umso größer der Schock, wenn ein Verdacht zur Gewissheit wird: Haarausfall! Alarmstufe rot herrscht dann nicht ...