2. November 2009
Wissenschaftler haben herausgefunden, das vor allem Spermien das HI-Virus auf besonders effektivem Wege übertragen. Die Erreger schwimmen frei in der Ejakulats-Flüssigkeit, verbergen sich in infizierten Leukozyten oder klammern sich an den Spermien fest.
Forscher der Universität Buenos Aires haben nun herausgefunden, dass sich das Virus an die Oberfläche der Spermien heftet, um zu den Immunzellen, den dendritischen Zellen, zu gelangen. Diese sind Vorläuferzellen der für die Immun-Abwehr wichtigen T-Zellen. Viren, die so in Kontakt mit den Immunzellen gekommen sind, beginnen den Stoff Interleukin-10 zu produzieren, welcher das Immunsystem schwächt und so die Ausbreitung der Viren fördert.
Spermien sind jedoch nicht die einzigen infektiösen Bestandteile des Ejakulates, denn auch nach einer Sterilisation können Sexpartner einander mit HIV infizieren.
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