2. Dezember 2010
Bei einer Gynäkomastie kommt es zur Vergrößerung der männlichen Brustdrüse. Mithilfe einer Operation lässt sich die Brustvergrößerung jedoch beseitigen.
Als Gynäkomastie wird eine Schwellung der männlichen Brustdrüse bezeichnet. Die betroffenen Männer empfinden dies oftmals als sehr peinlich, was zu psychischen Problemen führen kann.
Die Gründe für das Entstehen einer Gynäkomastie sind vielfältig. So wird zwischen einer echten und einer unechten Gynäkomastie unterschieden. Während es sich bei einer echten Gynäkomastie um die Vermehrung des Drüsengewebes handelt, nimmt bei einer unechten Gynäkomastie die Fettzellmasse zu. Hervorgerufen wird eine echte Gynäkomastie zumeist durch hormonelle Störungen. Eine unechte Gynäkomastie tritt dagegen bei Fettsucht oder Übergewicht auf.
Aus medizinischer Sicht ist eine Operation bei einer echten Gynäkomastie meist nicht erforderlich. Aufgrund der psychischen Belastung der Betroffenen kann ein chirurgischer Eingriff dennoch sinnvoll sein. Oftmals erfolgt zunächst eine konservative Behandlung mit Hormonpräparaten, um eine Rückbildung der Brüste zu erreichen, was allerdings nicht immer gelingt. Durch eine Operation ist es möglich, die Brustdrüse zu verkleinern. Dabei werden in der Regel dauerhafte Resultate erzielt.
Bevor ein Patient eine Operation zur Beseitigung einer Gynäkomastie durchführen lässt, sollte er einige Dinge beachten. Damit das Risiko bei der Operation so gering wie möglich bleibt, muss mit dem Arzt abgeklärt werden, welche Arzneimittel eingenommen werden dürfen. Zumeist müssen blutgerinnungshemmende Medikamente, wie beispielsweise Aspirin, zwei Wochen vor dem Eingriff abgesetzt werden. Auch auf Nikotinkonsum sollte man verzichten, um Wundheilungsstörungen zu vermeiden.
Der chirurgische Eingriff lässt sich sowohl ambulant als auch stationär in einer Klinik durchführen. Für die Narkose kommt entweder eine örtliche Betäubung oder eine Vollnarkose in Betracht. In der Regel dauert die Operation eineinhalb bis zwei Stunden. Für die Beseitigung der Gynäkomastie stehen zwei Methoden zur Verfügung: die Liposuktion (Fettabsaugung) und die resektive Gewebeentfernung. Eine Fettabsaugung wird vor allem dann durchgeführt, wenn Übergewicht der Grund für das Brustwachstum ist. Bei der resektiven Gewebeentfernung wird zunächst ein Hautschnitt am Unterrand der Brustwarze vorgenommen. Anschließend erfolgt die Entfernung des überschüssigen Drüsengewebes. Bei größeren Eingriffen muss manchmal auch überschüssige Haut entfernt werden. Zum Ende der Operation setzt man schmale Drainageschläuche ein, um dem Wundsekret das Ablaufen zu ermöglichen. Auf diese Weise lässt sich ein Bluterguss verhindern. Schließlich wird die Wunde verschlossen und der Patient erhält einen elastischen Kompressionsverband.
Nach der Operation sollte sich der Patient noch eine Woche schonen. In seltenen Fällen kann es zu Komplikationen wie Nachblutungen, Blutergüssen oder Taubheitsgefühlen kommen.
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