23. Juni 2008
Beim Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen in Nürnberg teilte der Bundesvorstand unter ihrem Präsidenten Armin Scharrer mit, dass ein großer Fortschritt in der Operationsmethode gegen den Grünen Star (Glaukom) den Augenchirurgen gelungen ist. In die Bindehaut des Auges wird bei dieser OP-Methode ein Kunststofffaden eingezogen, der den Schlemm-Kanal in der Augeninnenseite wie ein Gürtel zusammenzieht, was zur Verringerung des Augeninnendrucks führt.
Bislang wurde bei der herkömmlichen Operation ein Stück der Augenwand entfernt, was häufig zu Komplikationen und Narbenbildung führte. Das neue Verfahren ist insofern risikoärmer, weil das Auge nicht mehr geöffnet wurden muss. Mittlerweile sind 400 Patienten mit der neuen Operationsmethode behandelt worden, alle ohne Komplikationen, aber die Langzeitanalye müsse dies noch erhärten.
Häufig wird der Grüne Star, der ab dem 40. Lebenszeit meistens auftritt, nicht ernst genommen, weil die Erkrankung schmerzlos verläuft. Durch die Durchblutungsstörungen kommt es zuerst zu einer Verschlechterung des Sehvermögens, was aber ohne eine Behandlung auch zu einer Erblindung führen kann.
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