6. Februar 2004
Neuramidasehemmer helfen noch bei Krankheitsausbruch.
Der beste Schutz gegen die nun offenbar rollende Grippewelle wäre die Impfung gewesen. Denjenigen, die sie nicht genutzt haben, steht heute noch eine Notbremse zur Verfügung: Die relativ neuen „Neuramidasehemmer“ können eine ausgebrochene Grippe noch mildern. Mit ihnen wird „die explosionsartige Vermehrung der Grippeviren gestoppt“, erklärt Prof. Dr. Werner Lange, ehemaliger Leiter des Influenzazentrums des Berliner Robert-Koch-Instituts im Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau. Seine Wirkung entfaltet das Mittel aber nur, wenn es innerhalb der ersten 48 Stunden nach der Infektion genommen wird.
Verdacht auf Grippe besteht, wenn jemand sehr plötzlich ein schweres Krankheitsgefühl entwickelt mit Kopf- und Gliederschmerzen und oft auch Atembeschwerden. Innerhalb von Stunden kommt es zu hohem Fieber. Der Arzt kann Nicht-Geimpften einen Neuramidasehemmer auch vorbeugend verschreiben, wenn die Grippe bereits in der Familie oder im Betrieb die Runde macht.
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