28. Oktober 2008
Von Tanja Tasci
Der Graue Star ist eine Trübung der Augenlinse und sehr weit verbreitet. In Deutschland werden ca. 600.000 Patienten, die am Grauen Star erkrankt sind, jährlich operiert.
Der Graue Star beeinträchtigt das Leben vieler Patienten. Der langsame und schmerzlose Sehverlust wird häufig erst in einem fortgeschrittenem Stadium realisiert. Deshalb empfehlen Augenärzte eine regelmäßige Kontrolluntersuchung der Augen, denn nur so kann der Graue Star frühzeitig erkannt werden. Die schleichend abnehmende Sehschärfe und eine verstärkte Lichtempfindlichkeit führen dazu, dass Patienten die am Grauen Star erkrankt sind nur noch verschwommen sehen und die Umwelt wie durch einen Nebel sehen.

Beim Grauen Star (Katarakt) liegt eine Trübung der Augenlinse vor
Bei 90 Prozent der Patienten tritt der Graue Star erst im Alter auf, doch 10 Prozent der Patienten erkranken schon in jungen Jahren. Die Ursache der Erkrankung ist oft unbekannt und kann nicht ergründet werden. Doch immer wieder tritt der Graue Star in Zusammenhang mit Krankheiten wie Röteln, Masern und Diabetes mellitus auf. Doch auch Medikamente können die Sehkraft beeinträchtigen, so wird vor allem bei Cortison Behandlung immer wieder der Graue Star als Nebenerkrankung entdeckt. Doch auch Drogen und Augenverletzungen können den Grauen Star auslösen. Grundsätzlich sollten die Augen vor UV-Strahlung und Infrarotstrahlung geschützt werden, denn beides kann die Augenlinse schädigen und somit den Grauen Star hervorrufen.
Nach Ausbruch des Grauen Stars wird das Auge durch das Tragen einer Brille geschont, doch die Sehkraft muss regelmäßig überprüft werden und die Brille angepasst werden. Durch das Tragen einer optimal angepassten Brille kann ein operativer Eingriff hinausgezögert werden. Die operativen Eingriffe können heutzutage ambulant durchgeführt werden und dauert ca. 20 Minuten. Dank der heutigen Ultraschallbehandlung ist der Eingriff für den Patienten relativ ungefährlich. Dies zeigt sich an 600.000 jährlichen Eingriffen in Deutschland, bei denen es kaum noch zu Komplikationen kommt. Für erfahrene Augenärzte, die sich auf operative Augenheilkunde spezialisiert haben, ist die operative Korrektur des Grauen Stars Routine und jeder Handgriff sitzt.
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