27. Mai 2011
Wenn sich am Augenlid ein hässlicher kleiner Knubbel bildet, sprechen viele gleich von einem Gerstenkorn. Doch es gibt auch noch eine andere Form dieser Knötchenbildung, die als Hagelkorn bezeichnet wird.
Der entscheidende Unterschied zwischen den beiden "Körnern" ist, dass es sich bei einem Gerstenkorn um eine Entzündung der Tränendrüse handelt, die durch Bakterien verursacht wird und meist mit Schmerzen verbunden ist. In dem Gerstenkorn oder im Fachjargon auch Hordeolum genannt, bildet sich Eiter. Sobald das Gerstenkorn platzt, kann der Eiter abfließen und der Knoten abheilen. Das Hagelkorn oder Chalazion hingegen entsteht durch einen Sekretstau in der Tränendrüse.
Der Talg kann nicht mehr abtransportiert werden und sammelt sich. Er wird eingekapselt und entzündet sich nur selten, wodurch es dann ebenfalls zu Schmerzen kommen kann. In jedem Fall sollte man die Knötchen nicht berühren, so schwer es einem auch fallen mag, denn dadurch steigt das Risiko einer Infektion.
Am besten geht man direkt zum Augenarzt, der die Körner steril öffnet, sodass der Eiter abfließen beziehungsweise die Talgkapsel entfernt werden kann.
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