8. April 2009
Eine Gebärmuttersenkung wird entweder konservativ oder operativ behandelt. Man kann dieser Erkrankung durch einige Maßnahmen gut vorbeugen.
Ob eine Gebärmuttersenkung konservativ oder operativ behandelt wird, hängt davon ab, wie stark sie zu Beginn der Behandlung bereits ausgeprägt ist. Auch das Alter der Patientin spielt bei der Therapiewahl eine Rolle.
Grundsätzlich werden zuerst alle konservativen Maßnahmen ausgeschöpft, bevor operiert wird.
Liegt nur eine leichte Gebärmuttersenkung vor, kann diese oftmals mit konsequenter Beckenbodengymnastik therapiert werden. Zusätzlich gibt es auch Präparate wie Würfelpessare, die im Rahmen der Behandlung vom Arzt eingesetzt werden. Das Pessar wird dabei in die Scheide eingeführt und soll eine weitere Senkung verhindern. Ein Pessar kann verschiedenförmig und aus verschiedenen Materialien sein. In regelmäßigen Abständen von einigen Wochen müssen die Pessare jedoch gründlich gereinigt werden, da sich sonst eine Scheidenentzündung entwickeln kann. Diese Behandlungsmethode wird meist bei Frauen angewendet, bei denen eine Operation ausscheidet. Eine Heilung ist durch diese Methode nicht möglich.
Ältere Frauen, die die Wechseljahre bereits hinter sich haben, erhalten im Rahmen der konservativen Therapie meist östrogenhaltige Präparate wie Scheidenzäpfchen oder Salben zum Einreiben der Scheide.
Helfen die konservativen Maßnahmen nicht bzw. liegt bereits eine starke Gebärmuttersenkung vor, wird meist operiert. Durch die Operation wird der Halteapparat der Gebärmutter gestärkt, so dass die Gebärmutter wieder angehoben werden kann.
Oftmals kann der Eingriff von unten durch die Scheide durchgeführt werden. Die Genitalorgane werden wieder an ihre ursprüngliche Position gebracht und der Beckenboden gestrafft.
Haben die Patientinnen zusätzlich zu den übrigen Beschwerden auch eine Harninkontinenz, wird die Operation durch einen Schnitt im Unterbauch vorgenommen und zusätzlich auch die Harnblase wieder angehoben.
In einigen Fällen wird im Rahmen der Operation die gesamte Gebärmutter entfernt. Dies ist jedoch nur bei Frauen der Fall, die keine Kinder mehr möchten oder aufgrund ihres Alters keine Kinder mehr bekommen können.
Schwangere Frauen sollten zur Vorbeugung einer späteren Gebärmuttersenkung unbedingt einen Geburtsvorbereitungskurs sowie nach der Entbindung einen Rückbildungskurs bei einer Hebamme besuchen. Die Hebamme vermittelt verschiedene Übungen im Rahmen der Beckenbodengymnastik. Werden diese Übungen täglich und regelmäßig – auch noch lange nach einer Entbindung - durchgeführt, kann man einer Gebärmuttersenkung oftmals entgegenwirken. Zusätzlich gibt es auch Hilfsmittel, um den Beckenboden zu trainieren, wie zum Beispiel Vaginalkegel, die in unterschiedlichen Gewichtsklassen erhältlich sind. Die Kegel werden in die Scheide eingelegt und müssen dort gehalten werden. Dadurch werden die Muskeln im Beckenbereich gefestigt.
Übergewichtige Patientinnen sollten unbedingt versuchen abzunehmen. Auch regelmäßige starke körperliche Belastung sollte vermieden werden. Stattdessen eignen sich Ausdauersportarten wie Wandern oder Schwimmen, um einer Gebärmuttersenkung vorzubeugen.
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