29. April 2008
Die Impfung von Mädchen und jungen Frauen zum Schutz vor Gebärmutterhalskrebs ist nach zwei beunruhigenden Todesfällen in die Kritik geraten. Zwei Mädchen aus dem deutschsprachigen Raum sind „in einer gewissen zeitlichen Nähe zur Impfung“ gestorben, beschreibt der Leiter der Universitätsfrauenklinik München, Professor Dr. med. Klaus Friese, die Lage.
„Allerdings gibt es keinen Hinweis, dass die Impfung damit etwas zu tun hat“, betont er im Apothekenmagazin „Baby und Familie“. Deshalb spricht sich Friese weiterhin für die Vorsorgemaßnahme aus. Die Impfung immunisiert gegen Papilloma-Viren, die für die Entstehung des Krebses am Gebärmutterhals verantwortlich sind.
Friese weist aber darauf hin, dass der Impfschutz nicht alle der mehr als hundert bekannten Papilloma-Arten, sondern nur die vier wichtigsten Virenstämme umfasst. Der Schutz betrage deshalb etwa 70 Prozent. Angesichts von 6700 jährlichen Neuerkrankungen und 1700 Todesfällen aufgrund von Gebärmutterhalskrebs sieht Friese nach wie vor einen eindeutigen Nutzen der Vorsorgemaßnahme.
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