21. März 2011
Krebs in der Galle beziehungsweise in den Gallengängen kann derzeit nur mit Blutuntersuchungen, Ultraschall und einer Computertomografie ermittelt werden. Leider ist der dann diagnostizierte Krebs oft zu spät erkannt. Forscher suchten daher nach einer Methode den Tumoren noch schneller auf die Spur zu kommen, damit er auch schon im Frühstadium behandelt werden kann.
Wichtig ist es, dass man der Galle helfen kann, bevor sie sich aufgrund des Eindringlings entzündet und bösartig verändert. Den Meilenstein dafür hat man nun in Hannover an der Medizinischen Hochschule gelegt. Das neue Verfahren untersucht eine Gallensaftprobe auf verdächtige Eiweiße. Die „Proteomanalyse“ kann aus jeder Körperflüssigkeit jene Eiweiße isolieren, die den Verdacht auf Gallenkrebs nahelegen. Das Verfahren durchlief bereits erste Studien.
Patienten mit einen Gallenverschluss wurden untersucht und ihnen dabei auch Proben des Gallensaftes entnommen. Mit 107 Proben konnte man nun experimentieren und sehen, ob die „Proteomanalyse“ die verdächtigen Eiweiße finden konnte. Das Experiment war erfolgreich. Tumoren in der Galle ließen sich nachweisen und auch sicher von einer normalen Gallenentzündung differenzieren.
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