21. Oktober 2009
Gallenblasenkrebs kann nur dann geheilt werden, wenn eine vollständige Entfernung möglich ist. Vorbeugen kann man dieser Krebsart nicht.
Häufig wird der Gallenblasenkrebs erst in einem fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert, wenn der Tumor bereits sehr groß ist und sich Metastasen gebildet haben. In diesem Stadium kann der Krebs meist nicht mehr vollständig entfernt werden, so dass die Patienten nicht geheilt werden können.
Konnte der Tumor in einem frühen Stadium diagnostiziert werden, wird er zusammen mit der Gallenblase und teilweise auch einem Teil des Gallenganges operativ entfernt.
Oftmals erhält der Patient vor einer Operation eine kombinierte Strahlen- und Chemotherapie, um den Tumor soweit zu verkleinern, dass er dann operativ entfernt werden kann.
Wurde die Krebserkrankung erst spät entdeckt, so dass eine vollständige Entfernung des Tumors nicht mehr möglich ist, erfolgt eine so genannte palliative Behandlung. Diese Form der Behandlung hat nicht die Heilung sondern eine Linderung der Beschwerden als Ziel. Patienten mit einem fortgeschrittenen Gallenblasenkrebs können nicht mehr geheilt werden. Man kann ihnen jedoch die verbleibende Zeit soweit wie möglich erleichtern. Da durch den Tumor die Gallenflüssigkeit nicht mehr richtig abfließen kann, empfinden es die Patienten als Erleichterung, wenn ein so genannter Stent in den Gallengang eingesetzt wird. Ein Stent hält den Gallengang weitestgehend offen, so dass die Gallenflüssigkeit trotz Tumor abfließen kann. Dieser Eingriff kann im Rahmen einer ERCP oder ERC durchgeführt werden.
Eine andere Möglichkeit der palliativen Behandlung besteht darin, einen dünnen Schlauch in den Gallengang einzubringen. Über einen Katheter wird in diesen Schlauch aus Kunststoff eine so genannte radioaktive Strahlenquelle gesetzt, die das Wachstum des Tumors verhindert.
Können diese Eingriffe nicht durchgeführt werden, kann die Gallenflüssigkeit auch durch einen Katheter nach außen abgelassen werden. Sie fließt dann in einen speziellen Beutel, der meist am Bauch des Patienten angebracht ist.
Da die Patienten mit einem inoperablen Gallenblasenkrebs oft starke Schmerzen haben, wird auch eine kurzzeitige Strahlentherapie durchgeführt. Durch die Bestrahlung schrumpft der Tumor oder wächst zumindest nicht weiter. Nachteil dieser Behandlungsmöglichkeit ist jedoch, dass andere Organe von den Strahlen angegriffen und zerstört werden können.
Ist die akute Behandlung des Gallenblasenkrebses im Krankenhaus abgeschlossen, folgt meist eine mehrwöchige stationäre Rehabilitation in einer speziellen Fachklinik. In dieser Zeit lernen die Patienten mit ihrer Erkrankung umzugehen und können sich auch von dem schweren operativen Eingriff erholen. Patienten, die unheilbar krank sind, fassen hier oftmals wieder neuen Lebensmut für die letzte Zeit.
Die Tumornachsorge nach erfolgreicher Krebsbehandlung stellt einen wichtigen Bereich in der Therapie des Gallenblasenkrebses dar. In festgelegten Abständen muss der Patient zu seinem Arzt und sich dort untersuchen lassen. Neben einer körperlichen Untersuchung werden auch die Blutwerte kontrolliert und ein Ultraschall gemacht. Bei der Untersuchung der Blutwerte wird besonders auf eine erneute Erhöhung der Tumormarker geachtet. Dies würde für einen Rückfall sprechen. Auch eine Computertomografie wird regelmäßig durchgeführt.
Bisher sind keine Maßnahmen bekannt, um einem Gallenblasenkrebs vorzubeugen.
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26.02.11 | |
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