12. Mai 2010
Man unterscheidet viele verschiedene Fußfehlstellungen. Meist werden diese vom Kinderarzt oder Orthopäden behandelt.
Die häufigste Fehlstellung im Bereich des Fußes ist der so genannte Spreizfuß. Der Fuß ist hier breiter und flacher als normal, wobei der große Zeh nach außen gedreht ist, der kleine Zeh jedoch nach innen. Die anderen Zehen haben dadurch weniger Platz als bei einem normalen Fuß. Patienten, die unter Spreizfüßen leiden, haben Schmerzen in den Füßen, besonders beim Gehen. Viele haben auch Probleme, bequeme Schuhe zu finden, da diese meist drücken.
Auch eine Fehlstellung im Bereich der Zehen ist möglich. Man spricht hier vom Hallux valgus. Der Hallux valgus kommt häufig bei Spreizfüßen vor. Das bereits beschriebene unnatürliche Drehen des großen Zehs wird Hallux valgus genannt. Nicht immer haben die Patienten hier auch Beschwerden. Wenn Schmerzen bestehen, dann spüren die Patienten diese an dem kleinen Knochen, der durch die Verdrehung hervortritt. Durch die unnatürliche Form des Fußes scheuern die Schuhe an dieser Stelle und verursachen dadurch Beschwerden. Ein Hallux valgus kann Begleiterkrankungen hervorrufen und zur Unbeweglichkeit führen. In schweren Fällen hat sich der große Zeh soweit gedreht, dass er über den kleinen Zehen liegen kann. Besonders Frauen empfinden den Hallux valgus auch als kosmetisches Problem.
Eine weitere Fußfehlstellung ist der Plattfuß. Wie der Name bereits sagt, ist der Fuß flacher als ein gesunder Fuß. Dies bereitet den Patienten häufig jedoch keine Beschwerden. Die Stellen, die besonders flach sind, begünstigen jedoch Druckstellen, welche wiederum Schmerzen verursachen können.
In vielen Fällen wird die Diagnose bereits bei Kindern vom Kinderarzt gestellt. In anderen Fällen diagnostiziert dies der Hausarzt und überweist den Patienten weiter zum Orthopäden, sofern dies notwendig ist. Der Arzt untersucht den Fuß und sucht auch nach Druckstellen. Häufig ist auch eine Röntgenaufnahme des betroffenen Fußes notwendig, bei der der Arzt die Knochen des Fußes genau betrachten kann. Auf der Röntgenaufnahme kann der Arzt auch sehen, wenn die Fußfehlstellung bereits zu Folgeerkrankungen geführt hat.
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