12. Oktober 2011
Furunkel können ganz spontan auftreten. Hervorgerufen werden sie von Bakterien.
Verantwortlich für die Entstehung eines Furunkels sind Bakterien. Dabei handelt es sich zumeist um die Staphylokokkenart Staphylococcus aureus. Vor allem bei einem geschwächten Immunsystem können die Bakterien über kleine Verletzungen der Haut am Haarbalg oder an den Schweißdrüsen in die Haut vordringen und eine Infektion auslösen. In den meisten Fällen kommen die Erreger aus dem Nasen- und Rachenraum. Dort sind sie ganz natürlich und nicht schädlich. Da die Bakterien Enzyme bilden, die eine Auflockerung des Gewebes bewirken, führt dies zur Begünstigung einer Entzündung. Manchmal wird eine Furunkelbildung jedoch auch durch weitere Ursachen hervorgerufen. Dazu können enge und scheuernde Kleidung gehören oder eine unzureichende Desinfektion nach dem Rasieren. Aber auch bestimmte Erkrankungen wie die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) begünstigen mitunter die Bildung eines Furunkels.
Kommt es nicht zu Komplikationen, ist der Verlauf eines Furunkels in der Regel positiv. Nach einem gewissen Zeitraum platzt es auf und heilt dann von selbst wieder ab. Lediglich eine kleine Narbe erinnert dann noch an das unangenehme Gebilde. Um Komplikationen durch die Übertragung von Keimen zu vermeiden, muss der Betroffene auf strikte Hygiene achten. Darüber hinaus sollte man nicht an den Entzündungsherden herumdrücken. Eine unangenehme Komplikation ist die Bildung eines Karbunkels aus mehreren Furunkeln, das starke Schmerzen verursacht. Wie ein Furunkel oder ein Karbunkel verlaufen, hängt auch von ihrer Position ab. Vor allem bei Furunkeln im Gesichtsbereich besteht das Risiko von Komplikationen.
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