19. Oktober 2009
Die Behandlung einer Fibromyalgie ist individuell verschieden. Vorbeugen kann man der Erkrankung nur bedingt.
Da die auslösenden Ursachen einer Fibromyalgie nicht bekannt sind, gibt es keine einheitliche Therapie. Der Arzt geht bei seiner Behandlung auf jeden Patienten individuell ein. Was bei dem einen Patienten als erfolgreich gewertet werden kann, kann bei dem anderen Patienten überhaupt nicht anschlagen.
Zu Beginn der Behandlung klärt der Arzt den Patienten über die Erkrankung genau auf. Für viele Patienten ist es wichtig zu wissen, dass sich keine körperlichen Veränderungen durch die Krankheit entwickeln.
Die Therapie der Krankheit umfasst in der Regel mehrere Bereiche. Zum einen erhalten die Patienten Medikamente zur Schmerzlinderung und zur Behandlung ihrer Depressionen (Antidepressiva). Besonders wenn die Antidepressiva vor dem Schlafengehen eingenommen werden, wirkt sich dies positiv auf den Nachtschlaf aus. Dies wiederum bewirkt eine Schmerzlinderung.
Einigen Patienten hilft auch Akupunktur.
Auch wenn sportliche Betätigung die Beschwerden verschlimmert, werden die Patienten angehalten, leichte Ausdauersportarten durchzuführen. Zusätzlich werden physikalische Therapien wie Krankengymnastik oder Wärmebehandlungen durchgeführt.
Bewährt hat sich auch eine psychotherapeutische Begleitbehandlung über mehrere Monate oder sogar Jahre.
Einige Fachkliniken haben sich auf die Behandlung von Fibromyalgie-Patienten spezialisiert. Die Patienten erhalten hier eine umfassende Behandlung sowie Patientenschulungen, um mit ihrer Krankheit besser zurechtzukommen. Im Rahmen der Schulung erlernen die Patienten auch Entspannungsübungen, um in Stresssituationen gelassener zu reagieren.
Eine weitere Möglichkeit, die jedoch umstritten ist, besteht darin, die schmerzenden Stellen der Tender Points chirurgisch zu entfernen. Viele Patienten erfahren dadurch eine Erleichterung in Bezug auf ihre Schmerzen. Die Wirkungsweise ist jedoch noch umstritten. Viele Ärzte gehen davon aus, dass sich auch durch die Entfernung nichts verändert und bei den Patienten nur der so genannte "Placeboeffekt" eintritt.
Da die Erkrankung noch nicht genau erforscht ist, kann man ihr nicht vorbeugen. Da jedoch ein Zusammenhang zwischen schlechtem Nachtschlaf und Fibromyalgie besteht, sollte man darauf achten, nachts regelmäßig und ausreichend zu schlafen.
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