28. Dezember 2009
Von Viola Reinhardt
Adipositas, die Fettleibigkeit, ist heutzutage nichts Außergewöhnliches mehr, denn immer mehr Menschen leiden unter einem Schwergewicht, das manchmal dem eines Sumo-Ringers in nichts nachsteht. Neben seelischen Belastungen sind es vor allem die deutlichen körperlichen Einschränkungen und Erkrankungen, die das Leben eines schwergewichtigen Menschen mit fünfzig, achtzig oder hundertfünfzig Kilo zu viel, im wahrsten Sinne des Wortes schwer machen. Doch was tun, wenn auch Diät Nummer 30 außer einem Jojo-Effekt nicht den erwünschten Gewichtsverlust bringt?
Eine der Möglichkeiten ist es, sich ein Magenband oder einen Magenbypass legen zu lassen. Doch da es sich hierbei um einen erheblichen Eingriff handelt, der auch nicht gerade zu den billigsten Operationen zählt, wird eine solche Maßnahme zum Gewichtreduzieren von den Krankenkassen erst dann übernommen, wenn alle andere Möglichkeiten versagt haben. Dazu gehören Diäten ebenso als auch Kuren, wobei in vielen Fällen hier keine dauerhafte Reduktion des extremen Übergewichtes erzielt wird.
Spezielle Bewegungsprogramme, wie etwa an der Universität Konstanz, zeigen allerdings recht gute Erfolge bei den Betroffenen und ermöglichen somit einen ersten Einstieg aus dem Ausstieg der Adipositas. Derartige Programme umfassen zumeist ein zweimal wöchentliches Treffen, das zu Beginn sehr oft nur mit Spaziergängen beginnt. Alleine diese sind für viele Fettleibigen schon eine Herausforderung, da ihnen nicht nur die Knochen schmerzen, sondern auch die Luft wegbleibt.
Gemeinsam in der Gruppe, die nach den Anfängen einen sehr familiären Charakter erhält, werden dann Woche zu Woche nicht nur Spaziergänge, sondern auch weitere gezielte und angepasste Sportarten betrieben, die in der Kombination mit einer Ernährungs- und Haltungsschulung nach zu nach ein neues Bewusstsein für die Themen Gesundheit, Bewegung und Ernährung eröffnen.
Grundsätzlich wird allerdings dann nicht auf das Normal- oder Idealgewicht hin gearbeitet. Nein, vielmehr geht es darum ein Gewicht zu erreichen, das all die körperlichen Beschwerden zum Abklingen und ein neues Wohlbefinden auf den Plan bringt. Zeigt solch eine Bewegungstherapie dann einen ersten Erfolg, wird auch das nachfolgende Legen eines Magenbandes ermöglicht und zeitgleich auch der Umgang mit der Zeit "danach" trainiert. Denn eines gilt für alle operierten Personen mit Adipositas: Nach der Operation ist eine alte Ernährungsweise nicht mehr möglich, was besonders zu Beginn eine wahre Umstellung bedeutet. Sich auch danach zu bewegen, stellt allerdings sowohl die Gesundheit als auch das nach zu nach wiedergewonnen alte Gewicht zu halten, weitaus sicherer auf eine stabilen Boden.
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