Zu den wirkungsvollsten Methoden der Adipositaschirurgie gehört die Biliopankreatische Teilung. Dabei wird der größte Teil des Magens operativ entfernt.
In der Medizin bezeichnet man die Biliopankreatische Teilung auch als Biliopankreatische Diversion (BPD). Darunter versteht man einen massiven chirurgischen Eingriff.
Die Biliopankreatische Teilung gilt als wirksamste Methode, um bei Adipositas einen deutlichen Verlust von Gewicht zu erzielen. So fällt der Eingriff noch massiver aus als bei einem Magenbypass, da man auch den restlichen Magen herausoperiert.
Bei der Biliopankreatischen Teilung verkleinert der Chirurg den Magen des Patienten so sehr, dass dieser nicht mehr imstande ist, große Nahrungsmengen zu verzehren. Darüber hinaus gelangen die Verdauungssäfte erst zu einem späten Zeitpunkt in den Dünndarm, wodurch der Körper einen Großteil der Nahrung wieder unverdaut ausscheidet.
Bei der Operation wird der Magen, ähnlich wie bei der Magenbypass- oder der Schlauchmagen-Operation, stark verkleinert. Dazu operiert der Chirurg die überschüssigen Anteile des Magens heraus. Weiterhin schließt man den Abschnitt des Darms, in den die Verdauungssäfte fließen, an einer tieferen Stelle an.
In manchen Fällen ist es erforderlich, zunächst nur eine Schlauchmagen-Operation durchzuführen. Die weiteren Eingriffe werden erst dann vorgenommen, wenn der Patient sein Gewicht reduziert hat, und das Operationsrisiko geringer ausfällt.
Als moderne Variante der BPD gilt die Biliopankreatische Teilung mit Duodenalswitch (BPD-DS). Bei diesem Verfahren verzichtet man auf die Entfernung des Magenpförtners. Auf diese Weise lassen sich spätere Beschwerden wie Durchfall, Übelkeit und Bauchkrämpfe vermeiden.
Durch die Biliopankreatische Teilung sind die Patienten imstande, bis zu 70 Prozent ihres Übergewichts abzubauen. Allerdings wird dieser schwerwiegende Eingriff in der Regel erst ab einem Body-Mass-Index von 50 durchgeführt. Nach der Operation ist eine Umstellung der Ernährungsweise erforderlich. So müssen die Patienten auf den Genuss von Rindfleisch, Schweinefleisch und Wild verzichten.
Für den Fall, dass zusätzlich der Magenpförtner herausoperiert wurde, gilt dies auch für fette und zuckerhaltige Speisen. Während des Essen sollte man keine Getränke zu sich nehmen, da der Magen sonst rasch gefüllt wird.
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