3. März 2011
Von einer Fettleberzirrhose spricht man, wenn es aufgrund einer Fettleber zu einer Leberzirrhose kommt. Dabei wird das Lebergewebe in Bindegewebe und Narben umgewandelt.
Bei einer Fettleber (Steatosis hepatis) handelt es sich um eine häufig auftretende Lebererkrankung, bei der es zu einer Ablagerung von Fetttropfen in der Leber kommt. Im weiteren Verlauf der Krankheit besteht die Gefahr einer Fettleberzirrhose.
Eine Fettleber entsteht in den meisten Fällen aufgrund einer chronischen Schädigung der Leber durch bestimmte Stoffe wie zum Beispiel Alkohol. Aber auch einige Stoffwechselkrankheiten können eine Fettleber zur Folge haben. Eingeteilt wird eine Fettleber in unterschiedliche Verlaufsformen. Dies sind die reine Fettleber, bei der keine entzündliche Reaktion vorliegt, eine Fettleberhepatitis, bei der es zu einer Entzündung der Leber kommt, sowie eine Fettleberzirrhose, die man auch als Leberschrumpfung bezeichnet. Kommt es zu einer Leberzirrhose, stirbt das Lebergewebe ab und wird mit der Zeit in Bindegewebe und Narben umgewandelt. Die Vernarbung wiederum entsteht durch eine chronische Entzündung der Leber wie eine Steatohepatitis (Fettleberhepatitis). Durch den zunehmenden Ausfall von funktionstüchtigem Gewebe wird die Funktion der Leber mehr und mehr eingeschränkt.
Die Ursachen für eine Fettleber und damit einer Fettleberzirrhose sind recht unterschiedlich. Einer der häufigsten Gründe ist der tägliche Genuss von großen Alkoholmengen. Aber auch starkes Übergewicht, Fettstoffwechselstörungen (Hyperlipoproteinämie), Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), leberschädigende Arzneimittel wie Kortikosteroide oder Tetrazykline, eine falsche Ernährung oder Schadstoffe in der Leber können eine Fettleber zur Folge haben.
Bei einer reinen Fettleber zeigen sich normalerweise kaum größere Beschwerden. Manchmal tritt im rechten Oberbauch ein leichtes Völle- oder Druckgefühl auf. Kommt es dagegen zu einer Fettleberhepatitis, können Symptome wie Oberbauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Fieber sowie eine Gelbfärbung der Haut auftreten. Im Falle einer Fettleberzirrhose leiden die Betroffenen auch unter Juckreiz, Lacklippen, Weißnägeln sowie einer spinnennetzartigen Haut.
Um eine Fettleber zu diagnostizieren, entnimmt man dem Patienten Blut, um die Leberenzyme zu bestimmen. Außerdem wird eine Ultraschalluntersuchung des Oberbauchs durchgeführt. Durch eine Leberpunktion kann eine Gewebeprobe der Leber entnommen werden, um diese dann in einem Labor unter einem Mikroskop zu untersuchen. Besteht Verdacht auf eine Leberzirrhose, nimmt man eine Laparoskopie (Bauchspiegelung) vor.
Leider gibt es bis jetzt keine spezielle medikamentöse Therapie, mit der man eine Fettleber behandeln kann. Stattdessen versucht man die Ursachen, die die Erkrankung auslösen, zu behandeln, was allerdings nicht immer möglich ist. Eine Fettleberzirrhose kann erfolgreich therapiert werden, wenn man rechtzeitig die auslösenden Ursachen beseitigt. Allerdings können bereits entstandene Schäden nicht mehr behoben werden. Es ist aber möglich, die Beschwerden zu lindern und den Patienten ein beinahe normales Leben zu ermöglichen. Dabei ist es wichtig, dass die Betroffenen sämtliche leberschädigenden Substanzen, vor allem aber Alkohol, meiden. Da sich aus einer Leberzirrhose Leberkrebs entwickeln kann, müssen regelmäßig medizinische Kontrolluntersuchungen durchgeführt werden, um einen möglichen Tumor frühzeitig zu erkennen. Für den Fall einer völligen Zerstörung des Lebergewebes, muss eine Transplantation der Leber erfolgen.
Um einer Fettleber, und damit auch einer Fettleberzirrhose vorzubeugen, wird empfohlen möglichst wenig Alkohol zu konsumieren, die Einnahme von leberschädigenden Arzneimitteln zu vermeiden, Übergewicht zu reduzieren und sich ausgewogen zu ernähren. Diabetiker sollten auf eine optimale Einstellung ihres Blutzuckers achten.
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