19. Oktober 2009
Eine spezielle Therapie gegen das Fatigue-Syndrom gibt es nicht. Krebspatienten können der Krankheit nur bedingt vorbeugen.
Eine einheitliche Therapie zur Behandlung des Fatigue-Syndroms gibt es nicht. Die Behandlung richtet sich individuell nach den genauen Beschwerden und der Grunderkrankung des Patienten.
Da bei vielen Patienten mit einer Krebserkrankung aufgrund der Krebstherapie ein Eisenmangel vorliegt, erhalten die Patienten mit Fatigue-Syndrom oftmals eine Bluttransfusion. Die Transfusionen zeigen meist rasch einen Erfolg, haben jedoch Infektionen als Nebenwirkungen.
Zur Bildung roter Blutkörperchen, die bei einem Eisenmangel nur vermindert vorhanden sind, können auch spezielle Hormone verabreicht werden. Bis die Patienten hier die ersten Erfolge verspüren, können jedoch mehrere Wochen vergehen.
Meist erhalten die Patienten neben der medikamentösen Therapie auch eine psychotherapeutische Unterstützung, um mit ihrer schweren Grunderkrankung besser zurechtzukommen. Der Therapeut erklärt den Patienten auch, dass sich ihre Grunderkrankung durch das Fatigue-Syndrom nicht verschlimmern wird, auch wenn sich die Patienten durch die neue Krankheit äußerst schlecht fühlen.
Sind Medikamente die Ursache des Fatigue-Syndroms, wird der Arzt Alternativen zu diesen Medikamenten suchen oder die Dosis reduzieren.
Teilweise erhalten die Patienten auch Medikamente gegen ihre Depressionen und die Schlafstörungen.
Sehr gute Behandlungserfolge werden mit leichter körperlicher Bewegung erzielt. Dazu zählt zum Beispiel das Schwimmen oder Spazierengehen. Auch wenn die Patienten eine Krebserkrankung haben, sollten sie sich nicht übermäßig schonen, sondern regelmäßig körperlich betätigen.
In den meisten Fällen verschwinden die Symptome des Fatigue-Syndroms einige Wochen oder Monate nach Abschluss der Krebsbehandlung wieder.
Vorbeugen kann man der Krankheit nur dadurch, dass sich Patienten mit einer schweren Grunderkrankung möglichst gesund und vitaminreich ernähren. Auch regelmäßiger Ausdauersport sollte durchgeführt werden.
Die Patienten sollten regelmäßig schlafen und Symptome des Fatigue-Syndroms von Anfang an ernst nehmen und ihrem behandelnden Arzt mitteilen.
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