Bei zu heftigem Nase putzen droht Mittelohrentzündung

Auf zu häufiges Naseputzen verzichten - stattdessen helfen abschwellende Nasensprays

Von Laura Busch
5. Januar 2010

Eine schmerzhafte Mittelohrentzündung lässt sich in vielen Fällen ganz einfach vermeiden, weiß HNO-Arzt Christian Hellweg: "Zu heftiges Schnäuzen ist mit Abstand die häufigste Ursache für Mittelohrentzündungen".

Durch zu kraftvolles Putzen werde das Nasensekret mitsamt der darin enthaltenen Bakterien bis in die Ohrtrompete gedrückt. Es sei besser, die Nase bei einer Erkältung nur sehr selten zu putzen und ein abschwellendes Nasenspray zu verwenden.

So könne man auch vereiterten Nebenhöhlen vorbeugen. Ohrenschmerzen, Hörstörungen und Schwindel sind erste Anzeichen für eine bereits entstandene Mittelohrentzündung. "Der Hals-Nasen-Ohrenarzt kann dies mit Hilfe eines Mikroskops feststellen und dann abschwellende Medikamente und Schmerzmittel verschreiben", so Hellweg.

Auch Hausmittel können helfen

Antibiotika kommen zwar selten zum Einsatz, die Beschwerden können aber bis zu zwei Wochen andauern. Abhilfe schaffen gute, alte Hausmittelchen, verrät der Arzt: "Tee mit Zitrone stärkt die Immunabwehr. Kleingeschnittene Zwiebeln, in ein Küchenhandtuch gewickelt und auf der Heizung oder über Wasserdampf leicht erwärmt, sollen Ohrenschmerzen lindern".

Und weiter: "Auch Wärme beeinflusst den Krankheitsverlauf günstig, weshalb beispielsweise eine Rotlichtbestrahlung sinnvoll sein kann".