23. Januar 2009
Die Epilepsie kann je nach Stärke des Anfalles unterschiedliche Symptome aufweisen. Für den Arzt ist die Diagnosestellung jedoch meist recht einfach.
Ein epileptischer Anfall kann unterschiedlich schwer ausfallen. Bereits Säuglinge und Kleinkinder können von der Epilepsie betroffen sein. Besonders bei Säuglingen kommen gehäuft kleinere Anfälle vor, die sich durch ruckartige Bewegungen zum Beispiel beim Vorwärtskrabbeln äußern. Bei Kindern kann sich ein epileptischer Anfall jedoch auch durch kurzzeitige geistige Abwesenheit äußern. Die Kinder machen den Eindruck, als würden sie träumen. Diese Anfälle dauern oft nur wenige Minuten oder sogar nur Sekunden. In dieser Zeit wirken die Kinder völlig abwesend und unterbrechen plötzlich die Tätigkeit, die sie gerade getan haben. Bei älteren Kindern äußert sich die Epilepsie auch dadurch, dass sie plötzlich einen Teller fallen lassen oder stürzen.
Grundsätzlich unterscheidet man zwei Arten von epileptischen Anfällen: Bei der einen Form ist das komplette Gehirn betroffen, bei der anderen nur ein Teil des Gehirns.
Die Teilanfälle können sich jedoch während des Anfalles zu einem das ganze Gehirn betreffenden Anfall entwickeln. Bei den Teilanfällen bekommt der Betroffene den Anfall bewusst mit und hat auch keine Erinnerungslücken.
Bei einem schweren Anfall, auch Grand mal genannt, sackt der Patient plötzlich zusammen und wirkt starr. Auch die Atmung kann während dieser Phase aussetzen. Nach kurzer Zeit beginnen die Muskeln des Körpers wieder zu zucken und aus dem Mund tritt der für die Erkrankung oft typische Schaum aus. Nach wenigen Minuten entspannt sich der Betroffene wieder und schläft tief und fest. Wenn er wieder aufwacht, kann er sich an den Anfall nicht erinnern, da es sich um eine Epilepsieform handelte, die das gesamte Gehirn betraf.
Die Epilepsie wird meist von einem Neurologen diagnostiziert. Er befragt dazu Angehörige, wie der Anfall genau abläuft und wie lange er dauert, um andere Erkrankungen ausschließen zu können. Anschließend wird meist ein so genanntes EEG durchgeführt. Dies ist eine schmerzlose Untersuchung, bei der die Hirnströme gemessen werden. Die Untersuchung wird meist sowohl im Wachzustand als auch während des Schlafens durchgeführt. Teilweise wird auch ein EEG während eines Anfalles geschrieben oder ein Anfall künstlich herbeigeführt, um die EEG-Veränderungen während des Anfalles feststellen zu können. Oft wird auch eine Computertomografieaufnahme angefertigt, um zum Beispiel einen Hirntumor als Ursache für den epileptischen Anfall ausschließen zu können.
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