19. Oktober 2009
Die Therapie einer Embolie findet stationär in einem Krankenhaus statt. Um einer Embolie vorzubeugen sollte man die Risikofaktoren ausschalten.
Meist werden die betroffenen Patienten mit dem Notarzt in das Krankenhaus gebracht. Diagnostiziert der behandelnde Notarzt eine Embolie im Bereich der Extremitäten, spritzt er dem Patienten ein Gerinnungsmedikament in die Vene. Die Extremität wird auf eine weiche Unterlage und tiefer als die andere Extremität gelegt. Außerdem wird der Patient zugedeckt, damit die Extremität nicht zu sehr abkühlt. Auch Schmerzmedikamente werden dem Patienten verabreicht.
Die Weiterbehandlung erfolgt im Krankenhaus. Wie genau eine Embolie behandelt wird, ist unterschiedlich. In jedem Fall muss das Blutgerinnsel aufgelöst oder entfernt werden. Die Entfernung kann durch einen Katheter erfolgen.
Oft erfolgt die Behandlung auf der Intensivstation, da die Patienten Sauerstoff benötigen und teilweise auch künstlich beatmet werden müssen.
Nach der akuten Behandlung müssen die Ärzte die Ursache der Embolie herausfinden und behandeln.
Ist diese Behandlung abgeschlossen, erhält der Patient ein Gerinnungsmedikament, das er regelmäßig über lange Zeit –oft sogar lebenslang- einnehmen muss, um sein Blut dünnflüssig zu halten. In regelmäßigen Abständen muss dazu der so genannte Quick-Wert im Blut bestimmt werden und die Dosierung auf das aktuelle Blutergebnis abgestimmt werden. Die Patienten müssen bei der Einnahme des Medikamentes darauf achten, dass ihr Blut dünner als sonst ist. Verletzen sich die Betroffenen, blutet die Wunde wesentlich stärker als normal.
Bilden sich trotz dieser Therapie weiterhin Blutgerinnsel, die zu einer Thrombose führen, kann es notwendig werden, eine Art Sieb in eine Vene zu setzen. Durch diesen so genannten Cava-Schirm wird verhindert, dass ein Blutgerinnsel wieder in den Körper gelangt und zum Beispiel eine Lungenembolie verursacht.
Je nach Schwere der Embolie kann sich ein mehrwöchiger Rehabilitationsaufenthalt an die Akutbehandlung anschließen. Besonders Patienten mit einem schweren Schlaganfall lernen in der Reha wieder das Gehen, das Essen, das Sprechen, das Schlucken usw. In vielen Fällen und besonders bei älteren Menschen bessern sich die Symptome zwar, jedoch kann keine vollständige Heilung mehr erfolgen. Die Patienten bleiben dann ihr Leben lang pflegebedürftig.
Um eine Embolie zu verhindern, sollte man im ersten Schritt die Risikofaktoren wie Rauchen und Übergewicht ausschalten.
Auch regelmäßige Bewegung trägt dazu bei, eine Embolie zu verhindern. Auf langen Flügen sollte man immer wieder aufstehen und herumgehen, um die Blutzirkulation in den Beinen in Gang zu bringen.
Auch Trinken ist äußerst wichtig. Besonders ältere Menschen sollten darauf achten, täglich ausreichende Mengen Flüssigkeit zu sich zu nehmen, auch wenn kein Durstgefühl besteht.
Nach Operationen oder Entbindungen ist es heutzutage Routine, den Patienten vorsichtshalber Stützstrümpfe anzuziehen, um die Bildung einer Embolie zu vermeiden.
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