4. November 2008
Von Tanja Tasci
Unangenehmer Juckreiz, fettige und schuppige Entzündungen der behaarten Hautstellen wie Kopfhaut und Augenbrauen, aber auch in den Hautfalten an Nasenflügeln, Mundwinkeln, Stirn, Brust und am Rücken, sind die typischen Symptome für das Seborrhoische Ekzem.
Rund fünf Prozent der Erwachsenen leiden unter der fettig schuppenden Hautentzündung (Dermatitis), die meist während der Pubertät beginnt und sich bis ins 40. Lebensjahr meist immer wieder verschlimmert. Die abgemilderte Form des Seborrhoischen Ekzems sind Kopfschuppen, die einen noch größeren Teil der Bevölkerung heimsuchen.

Seborrhoisches Ekzem im Gesicht: Die Hautschuppung am Nasenflügel und auf der Wange ist deutlich erkennbar
Durch eine gute Behandlung, zum Beispiel mit speziellen Salben und Cremes, lassen sich die Beschwerden, wie Schuppenbildung, Hautrötung und Juckreiz, zwischenzeitlich lindern, doch meist tritt das Seborrhoische Ekzem immer wieder auf. Grundsätzlich gehen Mediziner davon aus, dass die vermehrte Schuppenbildung und die erhöhte Fettabsonderung durch die Besiedlung mit dem Hautpilz "Malassezia furfur" hervorgerufen wird. Forscher vermuten, dass eine Immunschwäche, die sowohl ererbt als auch erworben werden kann, dazu führt, dass aus dem eher harmlosen Pilz ein Schädling wird. Eine Bestätigung für diese Vermutung sehen Forscher darin, dass ca. 80 Prozent aller HIV-Infizierten unter dem Seborrhoischen Ekzem leiden.
Wissenschaftlich nicht nachgewiesen und doch immer wieder beobachtet wird der Zusammenhang zwischen Psyche und Seborrhoischer Dermatitis. Bei vielen Patienten reagiert die Seborrhoische Dermatitis mit einer Verschlechterung auf Stresssituationen und psychischen Belastungen. Nervenkrankheiten wie Parkinson begünstigen nachgewiesener Maßen die Hauterkrankung. Auch der Hauttyp scheint eine Rolle zu spielen, denn Menschen mit fettiger Haut und fettigen Haaren leiden häufiger an der Seborrhoischen Dermatitis.

Seborrhoisches Ekzem auf der Brust: In der Schweißrinne wimmelt es von kleinen, rötlichen Entzündungen
Das Seborrhoische Ekzem tritt meist als chronische Krankheit auf, die wie Neurodermitis auch in Schüben verläuft. In den akuten Phasen muss die Haut regelmäßig gereinigt und geschmeidig gehalten werden, damit die nachkommende Haut geschützt wird. Die Behandlung des Ekzems ist sehr individuell, da es sehr auf die Lage und auf die Entwicklung des Ekzems ankommt. Eine Möglichkeit ist die medikamentöse Behandlung mit pilztötenden Medikamenten. Die Behandlung findet mit Substanzen wie Selensulfid oder Zinkpyrithion statt. Diese Medikamente gibt es in Salbenform, Cremeform, als Lotion oder Shampoo.
Viele Patienten kämpfen damit, dass sich Schuppen und Krusten bilden und fest haften. Hier ist eine Behandlung mit Keratolytika, zum Beispiel Harnstoff, sehr sinnvoll. Die Schuppen und Krusten werden hierdurch aufgeweicht und gelöst. Eine großflächige Anwendung sollte allerdings vermieden werden, da dies auf die Dauer zu Nierenschäden führen kann, da der Wirkstoff über die Haut in den Organismus gelangt.
Bei Infektionen wird oft Antibiotika eingesetzt um den Bakterien Herr zu werden, aber auch die Behandlung mit Kortison ist relativ häufig. Doch gerade kortisonhaltige Präparate sollten nur sehr sparsam verwendet werden, da die Haut dadurch mit der Zeit dünner wird und somit die Ekzeme einen noch besseren Grundstock finden.
Pflanzliche Wirkstoffe wie Arnika, Kamille, Hamamelis oder Ringelblume werden oft unterschätzt. Sie wirken entzündungshemmend und schädigen die Haut nicht. Zwar berufen sich Ärzte oft auf eventuelle allergische Reaktionen, doch immer wieder berichten Patienten über Erfolge mit pflanzlichen Wirkstoffen.
Hört sich nicht gerade wenig an. Wahrscheinlich weiß der Großteil der Betroffenen gar nichts mit der Bezeichnung "Seborrhoisches Ekzem" anzufa...
Ich bin ein Betroffener dieses Ekzems und kann sagen, dass die dargestellten Abbildungen in dem Artikel sehr treffend sind, genauso sieht es b...
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