Eisenmangelanämie kann das Hören beeinträchtigen

Studie deckt auf, inwiefern eine Eisenmangelanämie das Hörvermögen schädigt

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  • von Paradisi-Redaktion
Grafik des menschlichen Gehörs und Hörens, blaue Schallwellen führen ins Ohr

Bei der Eisenmangelanämie ist das blutbildende System im Körper gestört und es befindet sich zu wenig Hämoglobin im Blutkreislauf. Die klassischen Symptome sind:

Bisher wenig Beachtung fand in der Medizin ein weiteres Phänomen, das viele Patienten kennen: Hörstörungen.

Hörstörungen und ihre Ursachen

Unter dem Begriff Hörstörungen fast man alle Probleme zusammen, die zu einer Abweichung von der gesunden Hörkurve führen. Patienten hören beispielsweise verschiedene Frequenzen nach einem Hörsturz gar nicht mehr oder haben ein Dauerrauschen beziehungsweise andere Phantomtöne (Tinnitus).

Betroffen von Hörstörungen sind rund 15 Prozent der Menschen, wobei die meisten im Seniorenalter erkranken. Betrachtet man nur die Menschen über 85, entfallen gut 80 Prozent der Hörstörungen auf diese Altersgruppe. Eine aktuelle Studie zeigt dabei, dass die Eisenmangelanämie ein Auslöser sein kann.

In den USA sahen sich Forscher insgesamt 300.000 Patientendaten an. Lag bei einem Menschen nachweislich die Eisenmangelanämie vor, trat auch häufiger als in der Kontrollgruppe eine Hörstörung auf.

In den meisten Fällen handelte es sich um eine Verminderung der Hörfähigkeit. Untersuchungen ergaben, dass die Sinneszellen im Innenohr beschädigt waren. Bei manchen Betroffenen lag die Ursache allerdings auch im Mittelohr. Bei ihnen funktionierte die korrekte Schallübertragung nicht, sodass die Sinneszellen den Schall nicht effektiv in elektrische Impulse umwandeln und an das Gehirn leiten konnten.

Hämoglobin im Fokus

Die Studie allein kann keine genauen Aussagen machen, warum die Eisenmangelanämie das Hörvermögen schädigt. Es liegt allerdings der Verdacht nahe, so die Forscher, dass eine Unterversorgung mit Sauerstoff der Grund ist. Hämoglobin ist notwendig, um Sauerstoffmoleküle aus der Atmung zu binden und das Blut mit dem lebenswichtigen Stoff anzureichern. Bei einer Eisenmangelanämie gibt es zu wenig Hämoglobin und folglich auch Probleme mit der Sauerstoffversorgung der Zellen.

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