19. Oktober 2009
Die Eileiterentzündung wird meist mit Medikamenten behandelt. Man kann einer Adnexitis durch einige Maßnahmen vorbeugen.
Zu Beginn der Behandlung hat der Gynäkologe einen Abstrich aus dem Gebärmutterhals entnommen, um die genauen Krankheitserreger der Eileiterentzündung feststellen zu können. Wurde die Entzündung durch Bakterien verursacht, verordnet der Frauenarzt ein Antibiotikum. Dieses wirkt jedoch bei einer viralen Entzündung nicht.
Zusätzlich werden Schmerzmedikamente verordnet. Die medikamentöse Therapie dauert meist zwei Wochen, auch wenn die Beschwerden bereits abgeklungen sind. Die Dauer ist äußerst wichtig, um eine Unfruchtbarkeit der Patientin zu vermeiden.
Hat die Patientin unregelmäßige Menstruationsblutungen werden zusätzlich oftmals noch Hormonpräparate verordnet.
Neben dieser medikamentösen Therapie müssen die Patientinnen unbedingt Bettruhe einhalten. Sie sollten sich ein kaltes Tuch oder Eis auf den Bauch legen, um die Entzündung zu minimieren und die Schmerzen zu lindern. Zusätzlich muss darauf geachtet werden, dass viel getrunken wird. Außerdem ist auch eine regelmäßige Entleerung von Darm und Blase notwendig.
Sind die Beschwerden vorüber, wird der Bauch durch Sitzbäder oder warme Tücher warm gehalten und die Durchblutung wieder gefördert. Die Patientinnen müssen dabei regelmäßig ihre Temperatur messen sowie in der Praxis ihre Blutwerte kontrollieren lassen, um eine erneute Entzündung der Eileiter rechtzeitig erkennen zu können.
Patientinnen mit einer chronischen Eileiterentzündung werden oft im Rahmen einer Kurbehandlung mit physikalischen Maßnahmen wie Fango oder Moorbädern gegen ihre Beschwerden behandelt.
Zeigen all diese konservativen Maßnahmen nicht den gewünschten Behandlungserfolg, erfolgt eine Operation.
Bei einer akuten Eileiterentzündung bilden sich dann meist Entzündungen im Bauchraum oder ein Darmverschluss, wenn die Krankheit mit konservativen Mitteln nicht behandelt werden konnte, so dass eine Operation dringend notwendig wird. Auch Eiteransammlungen können während der Operation entfernt werden.
Liegt eine chronische Eileiterentzündung vor, die mit konservativen Maßnahmen nicht behandelt werden kann, werden der Patientin oftmals die Gebärmutter sowie Eileiter und Eierstöcke entfernt. Folge dieser Operation ist jedoch, dass die Frau keine Kinder mehr bekommen kann.
Scheidenentzündungen werden häufig beim Geschlechtsverkehr übertragen. Frauen mit wechselnden Sexualpartnern sollten daher unbedingt ein Kondom beim Geschlechtsverkehr verwenden, um so auch eine Eileiterentzündung zu verhindern.
Zusätzlich sollten die Genitalien hygienisch sauber gehalten werden, was jedoch nicht bedeutet, dass mehrmals täglich parfümierte Produkte verwendet werden sollen. Diese schädigen eher den pH-Wert der Scheide und erleichtern das Eindringen von Krankheitskeimen. Regelmäßiges Reinigen mit lauwarmem Wasser ist meist völlig ausreichend.
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