19. Oktober 2009
Eierstockkrebs verursacht lange Zeit keine Beschwerden. Die Diagnose stellt der Gynäkologe.
Wird der Eierstockkrebs nicht im Rahmen einer Routineuntersuchung diagnostiziert, bemerken die Betroffenen in der Regel lange Zeit keine Symptome.
Anfangs verursacht der Eierstockkrebs Verdauungsbeschwerden wie Verstopfung oder auch Schmerzen im Bereich des Unterbauches. Die Patientinnen bemerken zusätzlich eine Leistungsminderung, führen dies jedoch nicht auf eine Krankheit zurück.
Im Verlauf der Erkrankung treten oftmals Blutungen aus der Scheide auf, die einer Menstruationsblutung ähneln. Die Blutungen treten entweder zwischen zwei Menstruationen auf oder –bei älteren Frauen- auch nach den Wechseljahren.
Wächst der Krebs noch weiter, nimmt der Bauchumfang der Patientinnen zu, sie verlieren jedoch gleichzeitig Gewicht.
Die Diagnostik erfolgt beim Frauenarzt. Oftmals ist der Eierstockkrebs ein Zufallsbefund, der im Rahmen der gynäkologischen Krebsvorsorgeuntersuchung gestellt wird.
Der Frauenarzt tastet den Bauch von außen sowie im Rahmen einer gynäkologischen Untersuchung von innen ab. Auch eine Ultraschalluntersuchung der gynäkologischen Organe wird durchgeführt. Der Ultraschall wird sowohl von der Bauchdecke aus als auch vaginal über die Scheide (Vaginalsonografie) durchgeführt.
Auch eine Magnetresonanz- oder Computertomografie wird durchgeführt, um den Tumor zu diagnostizieren und eventuell Metastasen erkennen zu können.
Zusätzlich erfolgt auch eine Blutabnahme. Neben den allgemeinen Blutbildwerten werden auch die so genannten Tumormarker untersucht. Erhöhte Tumormarker weisen auf eine Krebserkrankung hin.
Geben diese Untersuchungen Anlass zum Diagnosenverdacht Eierstockkrebs, wird eine Laparotomie oder auch eine Laparoskopie durchgeführt. Für den laparoskopischen Eingriff werden lediglich wenige kleine Schnitte in der Bauchdecke benötigt, durch die die Instrumente eingeführt werden können. Bei der Laparotomie setzt der Chirurg einen längeren Schnitt in der Bauchdecke. Während diesen Eingriffen können die Eierstöcke genau beurteilt und Gewebeproben entnommen werden. Diese werden im Labor auf Krebszellen untersucht. Erst durch diese Operationen ist eine sichere Diagnosenstellung möglich.
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Von Albrecht Pfleiderer zu der Erkrankung Eierstockkrebs das Buch Maligne Tumoren der Ovarien.
