Wenn kolikartige Bauchschmerzen auftreten, kann es sich um eine Divertikulitis handeln

Die Divertikulitis ist die Entzündung des Wurmfortsatzes des Blinddarms

Paradisi-Redaktion
Von Paradisi-Redaktion
21. April 2011

Oftmals tritt der akute Schmerz auf und wird danach schnell kolikartig oder hält auch länger an, so dass dann die Diagnose der Arztes Divertikulitis lautet, wenn zusätzlich noch Fieber auftritt und die Leukozyten, die weißen Blutkörperchen, im Blut erhöht sind. Die weißen Blutkörperchen dienen zur Immunabwehr und bekämpfen Krankheitserreger.

Ausbleiben der klassischen Symptome erschwert die Diagnose

Die Divertikulitis wird auch als "linksseitige Appendizitis" bezeichnet, im Gegensatz zur reinen Appendizitis, denn dies ist die Entzündung des Wurmfortsatzes des Blinddarms. Aber die richtige Diagnose bei einer Divertikulitis ist teilweise auch schwierig, wenn die klassischen Symptome wie

nicht auftreten, denn manchmal handelt es sich auch um einen sogenannten Reizdarm. So werden zur Diagnose zuerst die Körpertemperatur gemessen (zwischen 38 bis 38,5 Grad) und auch eine Sonografie durchgeführt.

Die Blutuntersuchung gibt dann Aufschluss über eine eventuelle Erhöhung der Leukozyten. Bei der Divertikulitis handelt es sich um eine Erkrankung des Dickdarmes, wobei sich eine Entzündung in den Schleimhautausstülpungen, den Divertikeln, vorliegt. Eine Divertikelbildung nimmt mit zunehmenden Alter zu und als Risikofaktoren gelten ballaststoffarme Kost, Verzehr von zu vielem roten Fleisch und vor allem zu wenig Bewegung.