19. Oktober 2009
Eine Divertikulitis kann auf verschiedene Art und Weise behandelt werden. In gewissem Maße kann man der Erkrankung vorbeugen.
Wie genau eine Divertikulitis behandelt wird, hängt davon ab, in welchem Stadium der Erkrankung sie diagnostiziert wird.
Wird die Divertikulitis im ersten Stadium diagnostiziert, in der sie noch kaum Beschwerden verursacht, genügt es meist, dass der Patient Schonkost bzw. besonders flüssige Nahrung zu sich nimmt. Zusätzlich verordnet der Arzt ein Antibiotikum, um die Bakterien in den Divertikeln zu bekämpfen.
Ist die Erkrankung weiter fortgeschritten oder hat der Patient starke Schmerzen und Fieber, erfolgt meist eine Einweisung in ein Krankenhaus. Die Behandlung findet dann im Rahmen eines stationären Aufenthaltes statt. Die Patienten müssen meist fasten, um den Darm zu schonen. Auch hier wird ein Antibiotikum verordnet, jedoch in Kombination mit Infusionen. Erst wenn sich die Symptome verbessern, erhält der Patient nach einigen Tagen wieder Schonkost.
Können die Beschwerden trotz Infusionen oder Antibiotika nicht therapiert werden, erfolgt eine Operation. Auch wenn die Beschwerden zwar abgeklungen sind, es sich aber um eine sehr ausgeprägte Divertikulitis handelt, wird nach einigen Wochen operiert. Eine Operation wird auch dann durchgeführt, wenn eine chronische Divertikulitis vorliegt, die Entzündung also bereits häufiger aufgetreten ist.
Die Operation findet unter Vollnarkose statt. Entweder wird ein Bauchschnitt vorgenommen oder der Eingriff im Rahmen einer Bauchspiegelung durchgeführt, bei der nur wenige kleine Schnitte für das Einführen der Instrumente gemacht werden müssen. Der Chirurg entfernt dann den Teil des Darmes, in dem sich die Divertikel befinden. Die beiden Enden des Darmes werden anschließend wieder zusammengenäht. Je nach genauem Befund ist es oftmals notwendig, einen künstlichen Darmausgang zu legen. Die Naht um die beiden Darmenden herum kann so für einige Zeit geschont werden. Patienten mit einem künstlichen Darmausgang haben ein kleines Loch, meist im Bereich des Bauches, durch das der Stuhlgang in einen Beutel fließen kann. In der Regel kann der künstliche Darmausgang jedoch nach einiger Zeit im Rahmen einer weiteren Operation wieder zurückverlagert werden, so dass eine normale Ausscheidung wieder möglich ist.
Man kann einer Divertikulitis in gewissem Maße entgegenwirken, wenn man sich ballaststoffreich ernährt und ausreichende Mengen trinkt. Auch Bewegung ist äußerst wichtig, um den Stuhlgang weich zu halten.
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