7. April 2006
Wie sich in einer Studie herausstellte, haben Menschen, die gerne Milch und andere kalziumhaltige Produkte zu sich nehmen, offenbar ein deutlich geringeres Risiko, an Dickdarmkrebs zu erkranken.
Eine Forschungsgruppe von Ernährungswissenschaftlern aus Stockholm hatte die Studie an knapp 45.000 männlichen Probanden durchgeführt, bei denen keine familiäre Vorbelastung in Sachen Darmkrebs vorhanden war. Alle Teilnehmer führten ein Ernährungsprotokoll.
Das Ergebnis war eindeutig: Wer täglich mehr als anderthalb Gläser Milch am Tag konsumierte, bei dem war das Risiko für Darmkrebs um 33 Prozent niedriger als bei den Milch-Verweigerern.
Als Grund dafür vermuten die Forscher die vielfältigen positiven Wirkungen des Kalziums auf den Körper. Es bindet Gallensäuren und sekundäre Fettsäuren, was Wucherungen und Polypen an der Dickdarmschleimhaut verhindert. Kalzium hat direkte Auswirkung auf die Vermehrung und Differenzierung der Zellen, die zu bösartigen Wucherungen führen können.
Davon abgesehen ist Kalzium ein wichtiger Bestandteil für den Aufbau gesunder Knochen und Zähne und ist beteiligt an der Erregungsübertragung in Nervenzellen und Musekln, der Aktivierung von Hormonen sowie der Blutgerinnung. Da der Körper für all diese Prozesse Kalzium benötigt, kommt es schnell zu einem Mangel an einer wichtigen Stelle, wenn der Mineralstoff nicht in ausreichender Menge über die Nahrung aufgenommen wird.
Neben Milch enthalten auch Joghurt, Kefir und Käse, aber auch Haselnüsse und Grünkohl ein hohes Maß an Kalzium, mit dem man Darmkrebs und Mangelerscheinungen ein Schnippchen schlagen kann.
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Zu der Erkrankung Dickdarmkrebs das Fachbuch Colorectal Cancer From Pathogenesis to Prevention?.
