30. Juli 2010
Im Rahmen der Therapie müssen die Blutzuckerwerte des Diabetikers neu eingestellt werden. Diabetiker, die sich regelmäßig untersuchen lassen, können einem Fortschreiten der diabetischen Nephropathie entgegenwirken.
Die Hauptursache der diabetischen Nephropathie sind schlecht eingestellte Blutzuckerwerte. Hat der Arzt nun eine diabetische Nephropathie diagnostiziert, werden die Insulinmengen, die sich der Patient spritzen muss, neu eingestellt und dabei individuell auf den Patienten abgestimmt. Der Patient wird auch nochmals auf die richtige Ernährung (salzarm) und das regelmäßige selbstständige Messen des Blutzuckerwertes hingewiesen.
Zur Senkung des hohen Blutdrucks, der bei der diabetischen Nephropathie als Symptom auftritt, verordnet der Arzt ein Medikament.
Da viele Diabetiker übergewichtig sind, weist der Arzt seinen Patienten auch daraufhin, wie wichtig eine Gewichtsreduktion für die Behandlung des Diabetes und somit auch der diabetischen Nephropathie ist. Auch auf das Rauchen sollten Diabetiker verzichten, die bereits eine diabetische Nephropathie haben.
Patienten, bei denen die diabetische Nephropathie bereits weit fortgeschritten ist, benötigen eine künstliche Blutwäsche. Bei der so genannten Dialyse wird die Arbeit der Nieren durch Apparate ersetzt und das Blut künstlich "gewaschen". Die Behandlung ist lebensnotwendig, um die Abfallstoffe aus dem Körper zu transportieren, wenn die Nieren diese Arbeit nicht mehr übernehmen können. Ansonsten würde der Patient "innerlich vergiften". Während der Dialyse wird das Blut außerhalb des Körpers durch eine Art Filter geleitet und so gereinigt. Diese Behandlung muss meist zwei- bis dreimal wöchentlich durchgeführt werden. Jede Behandlung dauert etwa fünf Stunden.
Ist die Dialyse nicht mehr ausreichend, so kann dem Patienten nur noch die Transplantation einer Spenderniere helfen. Der Patient erhält dann während einer Operation die Niere eines Organspenders. Patienten, die eine Nierentransplantation benötigen, werden auf eine Warteliste gesetzt und informiert, wenn ein passendes Organ gefunden wird. Je nach Art der Blutgruppe und Dringlichkeit kann diese jedoch lange Zeit dauern (etwa fünf Jahre). Nach einer Nierentransplantation muss der Patient Medikamente einnehmen, so dass sein Körper das fremde Organ nicht abstößt.
Diabetiker können das Auftreten der Folgekrankheit "Diabetische Nephropathie" oder zumindest das Fortschreiten dieser Krankheit verhindern, indem sie sich regelmäßig von ihrem Hausarzt oder einem Facharzt für Diabetologie untersuchen lassen. Bei einer routinemäßigen Vorsorgeuntersuchung wird auch der Urin kontrolliert. Ergeben sich hier auffällige Werte, kann sofort eine entsprechende Therapie eingeleitet werden. Diabetiker können ohne wesentliche Folgeerkrankungen lange Zeit mit ihrer Krankheit leben, wenn sie konsequent auf ihre Ernährung achten und ihre verordneten Tabletten einnehmen bzw. das Insulin spritzen. Zusätzlich müssen sie regelmäßig ihre Blutzuckerwerte selbst kontrollieren.
Viele diabetologische Arztpraxen bieten Schulungen von Diätassistenten an. Diese sind speziell auf die Ernährung von Diabetikern abgestellt und der Patient lernt hier, welche Lebensmittel er verzehren darf und welche nicht.
Zur Vermeidung einer diabetischen Nephropathie ist auch der Verzicht auf das Rauchen notwendig.
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