Patienten, die bereits viele Jahre an der Zuckerkrankheit leiden, können an der Diabetischen Nephropathie erkranken. Dabei handelt es sich um eine Nierenerkrankung, die meist aufgrund von schlecht eingestellten Blutzuckerwerten entsteht. Andere Bezeichnungen dieser Krankheit sind auch Kimmelstiel-Wilson-Syndrom, Interkapilläre Glomerulonephritis oder Diabetische Glomerulosklerose.
Unter einer diabetischen Nephropathie versteht man eine progressive Nierenerkrankung, die durch langjährige Diabetes verursacht wird. Man bezeichnet sie auch als Kimmelstiel-Wilson-Syndrom.
Die diabetische Nephropathie kommt vor allem bei Menschen vor, die an chronischer Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) leiden. In der Regel sind die Betroffenen zwischen 50 und 70 Jahre alt. Sowohl Typ-1-Diabetiker als auch Typ-2-Diabetiker können von der Krankheit in Mitleidenschaft gezogen werden.
Durch die diabetische Nephropathie büßen die Nieren nach und nach ihre lebenswichtige Filterfunktion ein. Bei einem Voranschreiten der Erkrankung ist es notwendig, dass bei den Patienten eine Dialyse (Blutwäsche) vorgenommen wird.
Verursacht wird eine diabetische Nephropathie durch einen erhöhten Blutzuckerspiegel. Dadurch kommt es zur Bildung von Ablagerungen in den großen Nierengefäßen und zu einer Störung des Blutflusses. Zudem werden auch die kleinen Nierengefäße in Mitleidenschaft gezogen. Im weiteren Verlauf wird die Funktion der Nieren eingeschränkt, wodurch es zu einem verstärkten Ausscheiden von Eiweißen mit dem Urin kommt.
Die Entwicklung einer diabetischen Nephropathie kann auch durch bestimmte Risikofaktoren wie z.B. Rauchen, Hypertonie (erhöhtem Blutdruck), erhöhten Blutfettwerten, vermehrter Eiweißaufnahme über die Nahrung oder durch genetische Veranlagung beschleunigt werden.
Beschwerden treten bei einer diabetischen Nephropathie erst nach ein paar Jahren auf. Dann kann es zu Symptomen wie Kopfschmerzen, Leistungsschwäche, Juckreiz, Anämie (Blutarmut), Ödemen in den Beinen, Gewichtszunahme sowie einer milchkaffeefarbenen Haut kommen. Der weitere Verlauf der Krankheit hängt von den Blutzuckerwerten ab.
Bei einer rechtzeitigen Erkennung der diabetischen Nephropathie und einer optimalen Einstellung der Diabetes, kann das Voranschreiten der Nierenkrankheit verhindert oder zumindest aufgehalten werden. Zudem lässt sich das Risiko einer Nephropathie durch das Absenken des Blutdrucks verringern. Dabei können auch blutdrucksenkende Medikamente zum Einsatz gelangen.
Im fortgeschrittenen Stadium sind jedoch eine Dialyse oder eine Nierentransplantation erforderlich.
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