3. November 2011
Wer an Diabetes leidet, sollte unbedingt ein festes Sportprogramm in seinen Alltag integrieren. Die Bewegung und die Förderung der Muskeln führt nämlich zu vermehrter Insulinproduktion, wie Forscher nun heraus fanden. Jeder beanspruchte Muskel fördert die Ausschüttung von Glucagon-like-Peptid-1, kurz GLP-1. Dabei handelt es sich um ein Hormon, das beim Menschen dann ausgeschüttet wird, wenn wir Nahrung zu uns nehmen. Es fördert im Körper die Produktion von Insulin. Wer also regelmäßig Sport treibt, kann die Insulinproduktion so ganz einfach anregen.
Der Muskel kann das Hormon ausschütten, da er bei der Arbeit Interleukin-6 produziert. Dieses dient als Vermittler. Ist viel Interleukin-6 vorhanden, wird mehr Insulin produziert, ist wenig vorhanden, wird dementsprechend mehr Glukagon hergestellt, was den Blutzucker nach oben treibt. Trägheit lässt den Zucker im Blut also steigen, während Sport regulierend wirkt.
Die gewonnene Erkenntnis könnte helfen, aktiver der Entstehung von Diabetes vorzubeugen beziehungsweise den Erkrankten eine effektive Therapieoption an die Hand zu geben. Aktuell sind auf der Welt 366 Millionen Menschen Diabetiker und die Krankheit fordert jedes Jahr 4,6 Millionen Todesopfer.
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