10. Februar 2011
Eine aktuelle Studie untersuchte Vorgängerstudien mit insgesamt 4.500 Probandendaten. Sie lässt nun einen neuen Forschungsansatz entstehen. Es gibt Hinweise darauf, dass normale Erkältungserreger für die Entstehung von Diabetes Typ 1 verantwortlich sein können.
Diabetes Typ 1 gilt bislang als vererbbare Zuckerkrankheit und wird auf die Gene in Kombination mit ungünstigen Reaktionen des Autoimmunsystems zurückgeführt. Offenbar spielt die Umwelt aber auch eine große Rolle. Alle Erkältungsviren die in die Gruppe der Enteroviren fallen, scheinen den menschlichen Körper stärker zu beeinflussen, als man bisher annahm.
Insgesamt wertete man die Daten von 34 älteren Studien aus. Dabei konnte man auf Blut- und Gewebeproben der Freiwilligen zurückgreifen. Insbesondere bei jüngeren Menschen trat Diabetes Typ 1 häufig dann auf, wenn auch die Erkältungsviren nachweisbar waren. Diabetiker hatten zehn Mal so häufig die Enteroviren im Blut.
Dieser Zusammenhang scheint mehr als Zufall zu sein. Es würde auch erklären, warum die Zahl der Neuerkrankten seit 1989 stetig steigt. Die Gene allein können diesen Anstieg von immerhin 3,9 Prozent pro Jahr nicht erklären. Allerdings treten immer wieder Enterovirus-Epidemien auf. Diese Epidemien würden dann auch die vielen Diabetiker des Typs 1 erklären.
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