27. Juli 2006
Diabetiker, die bereits an Nervenschmerzen in den Beinen leiden, sollten sich auch vom Herzspezialisten untersuchen lassen. Eine „periphere Neuropathie“, die meistens zuerst an den Beinen bemerkt wird, erleidet etwa jeder dritte Diabetiker.
Prof. Dr. med. Dan Ziegler vom Deutschen Diabetes Zentrum Düsseldorf erklärt im Apothekenmagazin Diabetiker Ratgeber, dass auch die Nervenbahnen des Herz-Kreislauf-Systems unter der Zuckerkrankheit leiden. „Welche Mechanismen zu den Nervenschäden führen, ist nicht restlos geklärt“, sagt Ziegler.
Wenn das Herz-Kreislauf-System betroffen ist, kann das Herzschlagtempo gestört sein, die Pumpleistung vermindert und das Risiko für den plötzliche Herztod steigen. Tückischerweise bleibt sogar der beim Herzinfarkt typische Brustschmerz „Angina pectoris“ aus, weil die Schmerznerven nicht reagieren. Aus all diesen Gründen ist eine Untersuchung sinnvoll, auch wenn noch keine Beschwerden bestehen. Nur dann können möglicherweise schon eingetretene Schäden an der Ausweitung gehindert werden.
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Von Karin Lange und Axel Hirsch der Ratgeber Psycho-Diabetologie.