Risikorechner für Diabetiker: Gefahr für Amputationen und Erblindung lässt sich schätzen

Der neue britische Online-Rechner soll das Risiko für zukünftige Amputationen und Erblindung bei Diabetikern berechnen

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  • von Paradisi-Redaktion
Stethoskop und Spritze auf einem blauen Blatt mit der Aufschrift "Diabetes"

Wer an Diabetes leidet, hat eine Stoffwechselerkrankung mit großem Einfluss auf den gesamten Organismus. Durch die schlechten Blutzuckerwerte leiden die Gefäße und Nerven. Das führt dazu, dass vor allen Dingen die Füße als untere Extremitäten schnell unter Durchblutungsstörungen leiden und durch taube Nervenenden kleine Verletzungen (z.B. durch Steine im Schuh) unerkannt bleiben, bis größere Wunden entstehen.

Auch die Augen leiden unter Diabetes, denn die winzigen Gefäße im Auge sind besonders empfindlich und können bei schlechten Blutdruckwerten zusammen mit absterbenden Nerven zu einer Erblindung führen.

Studie untersucht Risiko für Amputationen und Erblindung

Britische Forscher wollten wissen, wie hoch das Risiko für Amputationen und Erblindung in der Praxis ist und werteten dafür 455.000 Patientendaten aus. Die Männer und Frauen

  • litten entweder an Diabetes des Typ 1 oder 2 und
  • waren zwischen 25 Jahre und 84 Jahre alt.

Im Verlauf der Krankheit musste bei rund 4.800 Patienten mindestens der Unterschenkel eines Beins entfernt werden und rund 8.000 Erblindungen traten auf.

Risikorechner kann Amputations- und Erblindungsrisiko für 12 Monate bis 10 Jahre berechnen

Passend zur individuellen Vorgeschichte konnte das Risiko in eine Formel übersetzt werden und aus dieser geht nun ein neuer Online-Risikorechner hervor. Da es sich um eine britische Studie handelte und nur britische Diabetiker als Probanden dienten, soll der Rechner jedoch bisher nur in Großbritannien genutzt werden.

Interessierte Diabetiker müssen neben Alter und Geschlecht den Zeitpunkt angeben, an dem sie ihre Diabetesdiagnose erhalten haben. Auch abgefragt werden

Mit diesen Daten und der Formel wird dann das Risiko für Erblindung und Amputationen in den kommenden zwölf Monaten bis zehn Jahren errechnet.

Risiko-Rechner könnte Patienten dazu bewegen, Langzeitschäden ernster zu nehmen

Auch wenn der Risikorechner nur eine Prognose abgibt, begrüßen ihn viele Ärzte. Sie machen oft die Erfahrung, dass ihre Diabetes-Patienten die Langzeitschäden ihrer Krankheit nicht ernst genug nehmen.

Sinnvoll sind

Der Risiko-Rechner könnte das Gesundheitsbewusstsein stärken.

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