Diabetes zählt zu den bekanntesten und häufigsten Erkrankungen. Die Zuckerkrankheit äußert sich durch typische Symptome, daher ist die Diagnostik für einen erfahrenen Arzt Routine.
Diabetiker leiden unter starkem Durstgefühl, Heißhunger, Juckreiz, Mattigkeit und vermehrtem Harndrang. Die Symptome können einzeln, jedoch auch zusammen auftreten. Bis die Symptome bemerkt werden, können jedoch oftmals einige Monate vergehen. Oft wird der Diabetes erst im Rahmen einer Routineuntersuchung festgestellt.
Der Mediziner unterscheidet zwei Formen des Diabetes mellitus: Den Diabetes Typ 1 und den Typ 2. Der Diabetes Typ 1 tritt bereits meist in jugendlichen Jahren auf. Die Patienten sind überwiegend schlank. Bei dieser Diabetesform zerstören sich die Zellen des menschlichen Körpers selbst, die das lebensnotwendige Insulin produzieren. Es besteht somit ein Insulinmangel. Diese Diabetesform macht etwa zehn Prozent der Diabeteserkrankungen aus. Der Typ 2-Diabetes kommt wesentlich häufiger vor. Die Betroffenen sind meist übergewichtig. Im Gegensatz zum jugendlichen Diabetes produziert der Körper zwar Insulin, jedoch manchmal zu viel und manchmal zu wenig. Je nach der produzierten Insulinmenge besteht hier ein Überschuss oder ein Mangel an Insulin.
Wenn ein Patient seinem Arzt die charakteristischen Symptome schildert, denkt der Arzt oft sofort an einen Diabetes mellitus. Zur Sicherung seines Diagnoseverdachtes erfolgt eine Blutuntersuchung. Hier wird der Glucosewert (Blutzucker) bestimmt. Die Blutabnahme erfolgt meist nüchtern, sowie etwa eine Stunde nach dem Frühstück. Aus diesen beiden Werten kann der Arzt sehen, wie sich der Blutzucker vor und nach dem Essen verändert. Sind die Werte beide Male erhöht, deutet dies auf einen Diabetes mellitus hin. Neben der normalen Blutabnahme wird dann meist ein so genannter Glucosetoleranztest durchgeführt. Hier muss der Patient eine Zuckerlösung trinken. In festgelegten Abständen wird der Blutzucker aus der Fingerkuppe des Patienten gemessen.
Im Rahmen der Blutuntersuchung wird auch der HbA1c-Wert ermittelt. Dieser Wert zeigt dem Arzt, wie sich der Blutzuckerwert über einen längeren Zeitraum verhalten hat. Im Gegensatz zum Glucosewert sagt dieser Wert etwas über den Zuckerverlauf der letzten Zeit an, nicht nur den aktuellen Wert.
Auch eine Urinuntersuchung wird durchgeführt. Mittels der Teststreifenuntersuchung kann im Urin der Zucker- sowie der so genannte Ketonwert festgestellt werden. Liegen hohe Blutzuckerwerte vor, so geht der Zucker bereits in den Urin über.
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Der Ratgeber Diabetes, Schwangerschaft & Kinderglück von Birgit Kuhn.
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