Allein in Deutschland leiden 6 Millionen Menschen an Diabetes mellitus. Trotz langjähriger Verbreitung kursieren noch immer viele Mythen über die Zuckerkrankheit.
Diabetes mellitus, auch Zuckerkrankheit genannt, ist leider weit verbreitet. Dennoch fehlt vielen Menschen das nötige Wissen über diese Erkrankung, sodass noch immer zahlreiche Mythen und Missverständnisse im Umlauf sind, was wiederum zu Verunsicherung bei den Diabetikern führt.
Viele glauben, dass das Naschen von zu viel Süßem Diabetes hervorruft. Das stimmt nicht zwangsläufig. Allerdings führt der Verzehr von großen Mengen an Süßigkeiten leicht zu Übergewicht. Dieses wiederum gilt als Hauptursache für Diabetes Typ 2. Keinen Einfluss hat der Verzehr von Süßigkeiten dagegen auf Diabetes Typ 1.
Ein weiterer Mythos ist, dass ein normales Leben mit der Zuckerkrankheit nicht mehr möglich ist. Es ist aber keineswegs so, dass Diabetiker ihrer Erkrankung hilflos ausgeliefert sind. So kann der Verlauf der Zuckerkrankheit durchaus positiv beeinflusst werden. Wichtig ist, dass man sich nach der Diagnose Diabetes gut über die Erkrankung informiert, um Ängste und Unsicherheiten zu begegnen.
Typ-2-Diabetes wird auch als Altersdiabetes bezeichnet, da sich die Erkrankung vor allem bei älteren Menschen zeigt. Aufgrund von Übergewicht erkranken jedoch mittlerweile auch immer mehr Kinder und Jugendliche an dieser Diabetesform.
Häufig wird mit Diabetes auch eine strenge Diät verbunden. Obwohl Diabetiker auf eine bewusste Ernährung achten müssen, brauchen sie jedoch nicht auf normale Nahrungsmittel zu verzichten. Als sinnvoll bei Diabetes gilt eine fettarme Ernährung mit reichlich Vitaminen, Mineralstoffen, Kohlenhydraten und Ballaststoffen. Diabetikern wird empfohlen, sich von Ernährungsexperten oder Ärzten über eine optimale Ernährungsweise beraten zu lassen.
In der Tat war man lange Zeit der Ansicht, dass Diabetiker keinen Alkohol trinken sollten. Heute wird dagegen die Meinung vertreten, dass geringe Mengen nicht schädlich sind. Allerdings sollte ein Mann nicht mehr als zwei Glas Bier oder Wein am Tag trinken. Bei Frauen gilt ein Glas als Limit. Wird diese Menge überschritten, besteht die Gefahr einer Unterzuckerung.
Tatsächlich liegt bei zahlreichen Diabetikern Übergewicht vor, doch längst nicht in jedem Fall. So können auch andere Faktoren wie erbliche Veranlagung eine Rolle spielen. Bei vielen Typ-1-Diabetikern besteht sogar Normalgewicht.
Denkt man an die Zuckerkrankheit, kommen einem automatisch Insulinspritzen in den Sinn. Allerdings sind regelmäßige Injektionen mit Insulin nur für Typ-1-Diabetiker erforderlich. Liegt dagegen Typ-2-Diabetes vor, kann schon eine gesündere Lebensweise, zu der eine ausgewogene Ernährung und mehr Bewegung gehören, dazu beitragen, die Blutzuckerwerte zu verbessern. Bei Bedarf erhalten Typ-2-Diabetiker Tabletten.
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