19. September 2011
Von Andreas Hadel
Wissenschaftler der Newcastle Universität fanden heraus, dass eine Diät mit geringem Kalorienanteil hilft, Fettanteile in Leber und der Bauchspeicheldrüse zu reduzieren und schließlich die Insulinproduktion normalisieren kann. Am Ende der Studie waren sieben von zehn Menschen nach drei Monaten Diät ohne Diabetes-Diagnose.

Diabetes gehört in beinahe allen Industrienationen zu den immer häufiger auftretenden Erkrankungen. Man spricht von Diabetes, wenn nicht genügend Insulin im Körper vorhanden ist oder wenn das körpereigene Insulin vom Körper nicht verwertet werden kann.
Bei Diabetes Typ 2 befindet sich zu viel Zucker im Blut. Der Zucker kann in dem Fall nicht für Prozesse im Körper verwendet werden. Die Glukose im Blut kann nicht für die Freisetzung von Energie eingesetzt werden.
An einer weiteren Studie nahmen 11 Patienten teil, bei denen innerhalb der letzten vier Jahre Diabetes Typ 2 diagnostiziert wurde. Für zwei Monate stellten sie ihre bisherige Ernährung vollkommen um, tranken nur noch flüssige Diätgetränke und aßen kein stärkehaltiges Gemüse mehr. Eine Woche später zeigten Testergebnisse, dass die Blutzuckermessungen vor dem Frühstück alle normale Werte aufzeigten. MRI Scans der Bauchspeicheldrüsen zeigten ebenfalls auf, dass der Fettanteil in den Organen von anfänglichen, hohen acht Prozent zum normalen Wert von sechs Prozent gesunken war.
Drei Monate nach Ende der Diät waren die Patienten zu ihrem normalen Ernährungsverhalten zurückgekehrt. Sie hatten Ratschläge für eine gesunde Ernährung und Essensmengen erhalten. Die Diagnose Diabetes Typ 2 war bei den Teilnehmern des Tests negativ.
Diese Ergebnisse geben vielen betroffenen Menschen große Hoffnung. Deshalb riet ein Experte des Newcastle Magnetic Resonance Centre der Newcastle Universität zunächst auch dazu, von einer Veröffentlichung abzusehen. Es sind viele weitere Studien nötig, um sich die bisher bekannten Beobachtungen absichern zu können. Die Diät war anfänglich dazu da, um die Hypothese zu stützen, dass wenn Menschen, die an Diabetes Typ 2 leiden, an Gewicht verlieren, auch ihre Diabetes verlieren. Auch wenn der Test mit einer Gruppe durchgeführt wurde, in denen kein Patient länger als vier Jahre mit Diabetes Typ 2 betroffen ist, besteht das Potenzial, dass der Zusammenhang auch für Menschen gilt, die länger als vier Jahre mit der Diagnose leben.
Ein weiterer Experte der Forschergruppe der Newcastle University sagte, dass der Einfluss einer richtigen Diät einen Einfluss auf Diabetes Typ 2 haben kann, seit längerem besteht. Damit zeigen die Forscher auf, dass die Diagnose kein lebenslanges Urteil bedeutet. Es ist einfacher, regelmäßig eine Tablette einzunehmen, als seinen bisherigen Lebensstil in einen besseren zu verändern. Wenn man Menschen den Weg einer Gewichtsreduktion vorschlägt, mit Sport und einer entsprechend angepassten Diät, bedeutet das für jeden sofortige Arbeit.
Neben der zuvor beschriebenen Studie erfolgten weitere Studien. Nicht jeder Teilnehmer konnte nach Ende der Studie eine negative Diabetes Typ 2-Diagnose erhalten. Es hängt insgesamt davon ab, wie stark ein Mensch anfällig für Diabetes Typ 2 ist. Es gilt herauszufinden, warum die einen mehr anfällig sind als andere. Die Antwort konnte durch bisherige Studien nicht geliefert werden.
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