Als Diabetes mellitus Typ 2 bezeichnet man eine häufig auftretende Form der Zuckerkrankheit. Dabei kommt es zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel.
Bei Diabetes mellitus handelt es sich um eine Stoffwechselkrankheit. Es wird zwischen Typ-1-Diabetes und Typ-2-Diabetes unterschieden.
Kommt es zur Zuckerkrankheit, ist der Körper nicht in der Lage Kohlenhydrate wie Zucker richtig zu verwerten, was einen erhöhten Blutzuckerspiegel zur Folge hat. Da Diabetes Typ 2 schleichend beginnt, kann die Krankheit meist erst sehr spät festgestellt werden.
Diabetes mellitus ist eine weit verbreitete Krankheit. So leiden auf der gesamten Welt rund 194 Millionen Menschen unter der Zuckerkrankheit, was 5,1 Prozent der erwachsenen Weltbevölkerung entspricht. Allein in Deutschland sind rund sechs Millionen Menschen von Diabetes betroffen. Während Typ-1-Diabetes eher selten auftritt, leiden mehr als 90 Prozent der Diabetiker an Typ-2-Diabetes. Als Vorstufe zu Diabetes Typ 2 gilt die pathologische Glukoseintoleranz. In diesem Fall können die Kohlenhydrate vom Organismus nicht richtig verwertet werden. Begleitet wird die pathologische Glukoseintoleranz meist durch hohe Blutfettwerte, Bluthochdruck, erhöhte Harnsäurewerte und Übergewicht.
Verursacht wird Typ-2-Diabetes mellitus vor allem durch zwei Faktoren. Zum einen besteht eine Insulinresistenz und zum anderen liegt ein Mangel an Insulin vor. Bei Insulin handelt es sich um ein Hormon, das in der Bauchspeicheldrüse hergestellt wird. Die Produktion des Hormons hängt ab von der Nahrungsaufnahme. Das heißt, je mehr von einem Menschen gegessen wird, desto mehr Insulin stellt der Organismus her. Sämtliche Zellen des Körpers benötigen Insulin, damit sie in der Lage sind Glukose, also Zucker, aus der Blutbahn aufzunehmen. Im Normalfall wird vom Körper nach einer Mahlzeit rasch Insulin ausgeschüttet, damit der aufgenommene Zucker in die Körperzellen gelangt. Im Falle von Diabetes Typ 2 können die Zellen das Insulin nicht mehr genau erkennen, weshalb sie nur schwach darauf reagieren. Dies hat zur Folge, dass die Bauchspeicheldrüse vermehrt Insulin herstellt, damit die Insulinresistenz ausgeglichen werden kann.
Gesteigert wird die Insulinresistenz noch durch Übergewicht und Bewegungsmangel. Der größte Teil der Typ-2-Diabetiker leidet unter Übergewicht. Wegen der Insulinresistenz wird immer mehr Insulin von den Bauchspeicheldrüsenzellen produziert, was jedoch eine Überlastung der Bauchspeicheldrüse zur Folge hat. Schließlich lässt die Insulinproduktion nach und es kommt zu Insulinmangel. Eine wichtige Rolle bei Diabetes mellitus spielen auch das Alter sowie erbliche Faktoren. Im Laufe der Jahre sinkt die Produktion von Insulin. Außerdem tritt Typ-2-Diabetes oftmals gehäuft innerhalb einer Familie auf. Durch mangelnde Bewegung und Übergewicht kann die Zuckerkrankheit aber auch schon in jüngeren Jahren ausbrechen. Manchmal wird Diabetes durch bestimmte Medikamente ausgelöst, die den Zuckerstoffwechsel beeinträchtigen.
Im Unterschied zu Typ-1-Diabetes, zeigen sich bei Typ-2-Diabetes über einen längeren Zeitraum keine Beschwerden oder es kommt zu unspezifischen Symptomen, die sich nicht richtig einordnen lassen. Das können schlechtes allgemeines Befinden, Müdigkeit, starker Durst, Infektanfälligkeit, Wasserlassen in der Nacht, Kopfschmerzen, Schwindelgefühle, Übelkeit oder Juckreiz sein. Wird die Zuckerkrankheit nicht rechtzeitig erkannt, drohen Folgeerkrankungen wie Nervenschädigungen, schlecht heilende Wunden, Retinopathie oder koronare Herzerkrankungen.
Ziel einer Behandlung von Typ-2-Diabetes ist die Verbesserung von Lebensqualität und Lebenserwartung sowie die Vermeidung von Komplikationen. Dazu werden Medikamente wie orale Antidiabetika verordnet. Darüber hinaus sind diätische Maßnahmen und Bewegung erforderlich. Bringt diese Behandlung keine Besserung, muss eine Insulintherapie erfolgen.
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