Euphorischer Schaltkreis: Stimulation von Hirnregion soll Depressionen lindern

Paradisi-Redaktion
Von Paradisi-Redaktion
15. September 2010

An der Universität Bonn haben Wissenschaftler sich mit der Linderung von Depressionen beschäftigt. Sie fanden heraus, dass die vier unterschiedlichen Hirnregionen, die verantwortlich für die Symptome sind, mit einem gemeinsamen Punkt, dem medialen Vorderhirnbündel, verbunden sind; diese Verbindung wird als euphorischer Schaltkreis bezeichnet.

Das Team um Neurochirurg Professor Dr. Volker Coenen möchte nun erforschen, ob man durch dessen Stimulation (die Tiefe Hirnstimulation, die Coenen bereits bei Parkinson-Patienten einsetzt) die Symptome der depressiven Patienten lindern kann.

Bis vor zwanzig Jahren wurde die Krankheit durch eine operative Zerstörung der besagten vier Hirnregionen behandelt. Auch wenn die Methode mit einer Heilungschance von 70 Prozent sehr erfolgreich war, so brachte sie doch auch Risiken mit sich.