22. Juni 2005
Depressionen werden zum Teil durch schlechte Erfahrungen regelrecht erlernt. Bestimmte Menschen können häufig erlebte Hilflosigkeit ab einem gewissen Punkt nicht mehr als Zufälle des Lebens einordnen und sehen sich ihnen grundsätzlich machtlos ausgeliefert, beschreibt Dr. Carsten Diener, Psychologe am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Mannheim, im Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau den Zusammenhang, der inzwischen experimentell untermauert wurde.
Da es aber auch eindeutige neurobiologische Veränderungen im Gehirn von Depressiven gibt, suchen Wissenschaftler heute nach den Mechanismen, wie Seele und Körper zusammenspielen. Diener ist sich jedenfalls sicher, dass eine psychotherapeutische Behandlung noch stärker als bisher darauf abzielen müsste, "dem Patienten die Quelle positiver Erfahrungen wieder zu erschließen."
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