14. Januar 2010
Jetzt wurde zum ersten Mal auf der Welt bei einer Patientin, die unter schweren Depressionen litt, ein sogenannter Hirnschrittmacher erfolgreich eingesetzt. Man hatte schon vorher Patienten mit Elektrostimulation behandelt, doch diesmal hatten die Neurochirurgen von der Universitätsklinik in Heidelberg eine andere Hirnregion, die Habenula, die weiter unten im Hirnstamm liegt, behandelt. In dieser Region befindet sich die zentrale Steuerung der wichtigsten Nervenübertragungen. Bei Patienten, die unter der Parkinson-Krankheit oder anderen Bewegungsstörungen leiden wird ebenfalls eine Elektrostimulation durchgeführt.
Man hofft jetzt dadurch, dass so schwer depressiven Menschen anstelle von Medikamenten geholfen werden kann, doch bedarf es dafür noch klinische Studien, die nun in Deutschland an fünf psychiatrisch-neurochirurgischen Zentren erfolgen soll.
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